Vollbrand einer Scheune in Greiz

Feuerwehreinsatz (Symbolbild: Hermann Schönhofer/pixelio.de)

Brand am Eichberg in der Georg-Herwegh-Straße (mit Kommentar)

(Greiz). Am Freitagnachmittag (20.03.2026) wurden Kräfte der Feuerwehr und Polizei zu einem Brandgeschehen in die Georg-Herwegh-Straße in Greiz gerufen. Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen betrieben dort gegen 17:15 Uhr vier Personen einen Grill unter einem hölzernen Vordach einer Scheune. Auf bislang ungeklärte Art und Weise geriet die Dachkonstruktion in Brand, wobei die Flammen zunächst auf das gesamte Objekt und anschließend auf einen angrenzenden Zaun übergriffen.

Durch das Eingreifen der Feuerwehrkräfte konnte das Feuer schnellstmöglich gelöscht werden. Personen wurden nach aktuellem Kenntnisstand nicht verletzt. Umliegende Wohnhäuser trugen keine Schäden davon.

Die Polizeiinspektion Greiz hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Gegen die vier an dem Geschehen beteiligten Personen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Sie müssen sich nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung verantworten. <PH>

Kommentar:

Oben ist die Pressemeldung der Landespolizeiinspektion Gera abgedruckt. Gern hätten wir eher – in Wort und Bild – über den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Greiz berichtet. Die Greizer nehmen Anteil am Einsatz der Kameradinnen und Kameraden, das Interesse an solchen „Blaulicht-Meldungen“ ist hoch. Bedauerlicherweise ignoriert uns die Greizer Feuerwehr. Sie nutzt richtigerweise ihren eigenen Facebook-Account, um über Einsätze zu berichten. Aber Facebook ist eine „geschlossene Blase“, dort sind nur für angemeldete Nutzer die entsprechenden Beiträge sichtbar.

Die OTZ konnte berichten, weil ihr von der Greizer Feuerwehr Text und Fotos zum Einsatzgeschehen zur Verfügung gestellt wurden. Beides wurde auf unsere mehrfachen (schon früheren) Nachfrage als „aus Datenschutzgründen unmöglich“ dargestellt. Sehr schade. Denn bei der OTZ verschwinden solche Artikel zumeist hinter einer Bezahlschranke. Also erreicht man wieder nur eine „Blase“, nämlich die verbliebenen OTZ-Abonnenten. Unser Medium kennt keine Bezahlschranke, sondern ist – quasi weltweit – offen.

Jeder Medienbericht könnte ggf. dazu beitragen, dass sich Kinder/ Jugendliche für die Jugendfeuerwehr interessieren und dort mitmachen wollen. Oder Erwachsene in der Einsatzabteilung, weil ihnen die erschreckende Erkenntnis kam: das könnte auch uns passieren, wer hilft dann? Wir können aber nur dann berichten, wenn die Redaktion eingebunden wird. Denn an Einsatzstellen werden Medien eher als störend denn als nützlich betrachtet. Mit Selektion bzgl. der Medienlandschaft schränkt sich die Freiwillige Feuerwehr Greiz in ihren Möglichkeiten zur Öffentlichkeitsarbeit selbst ein. Aber wie sagt der Volksmund so schön? „Wer nicht will, der hat.“

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