Greiz Historie – Oberer Elstersteig

​Zwischen dem Ausgang der 90er Jahre des 19. Jh. und dem Jahre 1909 hielt der Fotograf – vermutlich Heinrich Fritz – den oberen Teil des Elstersteiges im Bild fest und am linken Elsterufer auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit Anlagen.

Von rechts: Die beiden ersten Häuser sind Vorgängerbauten der Brückengasse. Auch das anschließende zurückgesetzte Haus (vom Baum etwas verdeckt) gehörte zunächst zur Brückengasse. Eigentümer war Fleischermeister Hetzheim, den die unmittelbare Nachbarschaft zu Fleischer Clauß wahrscheinlich so wenig störte wie Jenen. Auf der einen Seite des Häusleins lag das Schlachthaus, auf der anderen der Pferdestall. Darin stand eine Stute, die man seltsamerweise „Fuchs“ nannte. Das Pferd wurde eingespannt, wenn ein Schlachttier zu holen war. Fleischer Hetzheim hatte, da kühle Räume gebraucht wurden, einen Keller am Schloßberg. Dieser gehörte seinen Familienangehörigen noch 1945. Sie gingen bei der Brückensprengung dorthin, um etwas sicherer zu sein als am Elstersteig.

1936 musste das kleine Haus einem Neubau weichen, den wir heute noch vorfinden. Und erst diesem verpaßte man seinerzeit die Hausnummer 1a, unlogischerweise vor der Nr. 1 stehend. Nicht anders hat man´s in unseren Tagen gemacht, als vor die 1a ein Neubau mit der Nr. 1b gesetzt wurde. Er erhielt Zugang von der Brückenstraße.

Kommentar hinterlassen zu "Greiz Historie – Oberer Elstersteig"

Hinterlasse einen Kommentar