Greiz Historie – Herrmann Dietel

Firma Hermann Dietel​ Greiz

Der Gründer der Firma, Hermann Dietel, Sohn des 1816 geborenen und 1857 auf der Leipziger Messe verstorbenen Franz Louis Dietel ging, da er das väterliche Geschäft wegen seines jugendlichen Alters noch nicht übernehmen konnte, zunächst nach Amerika, wo er in Textilbetrieben arbeitete. Nach seiner Rückkehr machte er sich 1865 selbständig. Im Jahre 1872 vereinigte er sich mit seinem Schwager F. H. Malz, und die Firma Malz & Dietel pachtete einen Flügel des Fabrikanwesens von Heinrich Schlott, jetzt C.G. Jahn, aber schon 1876 erbaute sie eine eigene Fabrik neben der Gasanstalt.

Nach dem Ausscheiden von F.H. Malz​ im Jahre 1888 führte Hermann Dietel die Firma allein weiter, in die mit der Zeit dessen Söhne Clemens, Paul, Alfred und Bruno eintraten. Wie hochbedeutend sich die Firma unter des alten Herrn und seiner vier Söhne rastloser und weitblickender Tätigkeit entwickelt hat, dafür gelten wohl als bester Beweis der Ankauf des angrenzenden Malz & Vogelschen Grundstückes mit Fabrikgebäude im Jahre 1889, die Erweiterungsbauten 1908 und 1929 sowie der Ankauf der Fabrik von Schilbach & Heine im Jahre 1934, so das die Firma nunmehr über zwei gleichgroße Fabrikanwesen verfügt und mit an erster Stelle der hiesigen Industrie stand. Hermann Dietel war früher nebenbei auch stark an der Brauerei auf dem Marienplatz beteiligt.

Nachdem diese aber abbrannte, und als auch die Brauereiräume im Hintergebäude des Rathauses, wohin der Betrieb verlegt worden war, durch Feuer zerstört wurden, wandte er sich vom Braugewerbe ganz ab und widmete sich nur noch dem Webereibetrieb in verstärktem Masse.Bei einer Besichtigung der Fabrikräume von Firma Hermann Dietel durch einen Ausschuss der Partei wurde nach einem Bericht der Gr.Z. vom 8. Jan. 1935 festgestellt, dass alle neugeschaffenen Einrichtungen vorbildlich sind…

Nach Franz Leber 1935

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