Vor dem Gesetz sind alle gleich. Wahlbeamte sind gleicher?

Ein Facebook-Nutzer kritisiert das Messen mit zweierlei Maß (Screenshot: Facebook, Gruppe "Greizer Politik")

Bürger kritisieren bei Facebook die plötzliche Öffnung (und ebenso schnelle Schließung) eines an sich gesperrten Wanderweges.

(Greiz/Thür. + Elsterberg/ Vogtlandkreis). Die Eröffnung neuer Wanderwege zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur ist an sich etwas positives, über das wir als Redaktion des „Heimatbote Vogtland (HBV)“ auch gern berichten. Selbst wenn dieses Ereignis zur Selbstdarstellung von kommunalen Wahlbeamten wie Landräten oder Bürgermeistern zweckentfremdet wird (um nicht „missbraucht“ sagen müssen). So weit, so gut.

Wenn dann aber Teile dieses Wanderweges schon ewig gesperrt sind, gilt wohl eher: so weit, so schlecht. Insbesondere, wenn die Stadt Greiz auf entsprechende Bürgerhinweise nicht reagiert. Dramatisch wird es dann, wenn gesperrte Wege „urplötzlich“ im Stil von „Sesam, öffne Dich“ öffnen, nur weil kommunale Wahlbeamte dort ihre Wanderung stattfinden lassen wollen. An sich wäre das immer noch eine gute Nachricht. Wenn, ja wenn sich nicht nach dem Pressetermin der Wanderweg nicht nur hinter Aladin wieder verschlossen hätte. Sondern auch für die normale Bevölkerung.

Man kommt sich vor, als glaubten so manche „Würdenträger“, sie wären immer noch reußische Fürsten und könnten hier tun und lassen, was sie wollen. Können sie offenbar – es gibt genügend Steigbügelhalter in CDU und SPD, die solches Vorgehen nicht hinterfragen. Sondern mit Arm heben ohne Nachdenken sogar noch unterstützen. Das sind dann eher Vasallen statt mündige Mandatsträger. Auch wenn das hart klingt.

Ein Facebook-Nutzer kritisiert das Messen mit zweierlei Maß (Screenshot: Facebook, Gruppe „Greizer Politik“)

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