Mit dem starken Bevölkerungszuwachs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich die Stadt in die einstige Elsteraue als Neustadt auszubreiten. In der zweiten Hälfte jenes Jahrhunderts wurden jedoch die Baugrund-stücke, die links der Elster angelegt werden konnten knapper. Auch der durch den Forstlichen Landbaumeister Edmund Oberlander angestrebten rechtwinkligen Ouartieranlegung stand die die hintere Aue als Schleife durch ziehende Elster im Wege. So wurden bereits um 1870 Anstrengungen unternommen, die Elster in ihremstädtischen Oberlauf ein neues Bett in Ufernähe unterhalb des Papiermühlenweges zu geben.Doch die Vorbereitungsarbeiten zogen sich aus verschiedensten Gründen hin, auch weil die Stadt sich mit ihren Industrieanlagen ins Aubachtal ausbreitete . Doch 1914 nimmt das Projekt einer Elsterverlegung erneut konkreteGestalt an, wird aber jedoch durch den Ersten Weltkrieg jä unterbrochen. Aber bereits im April 1919 werden die Arbeiten zur Umsetzung des Projektes in Angriff genommen und sollen noch im gleichen Jahr abgeschlossenwerden. Hochwasser und Zementmangel , sowie die allgemeine Wirtschaftslage lassen aber den Fertigstellungstermin ins Jahr 1920 rücken. So wird der als „Notstandsarbeit“ deklarierte Elsterdurchstich am 16. August 1920 realisiert. Wie wichtig dieses Ereignis für die Stadt Greiz war, belegt die so zum Anlass des Durchstichs herausgegebne Postkarte …..

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