Standortmarkenprozess Vogtland: Neues Zielgruppenhandbuch liefert wissenschaftliche Grundlage für gezielte Kommunikation

Vorstellung des neuen Zielgruppenhandbuchs bei der Pressekonferenz am 07.05.2026 im Landratsamt Vogtlandkreis (Foto: Archiv-TVV-Klein.jpg

Werkzeug für Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen

(Plauen, 07.05.2026). Im Rahmen des länderübergreifenden Standortmarkenprozesses Vogtland stellten Vertreter aus den Landkreisen Vogtlandkreis und Greiz sowie den Städten Gera und Plauen heute im Landratsamt Vogtlandkreis ein neues, wissenschaftlich fundiertes Zielgruppenhandbuch vor.

Das Handbuch bündelt zentrale Erkenntnisse zu den Eigenschaften, Interessen und Bedürfnissen der Menschen im Vogtland und dient Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Einrichtungen als konkretes Werkzeug für eine gezielte Kommunikationsausrichtung. Erarbeitet wurde es durch das SINUS-Institut, eines der führenden, unabhängigen Markt- und Sozialforschungsinstitute Deutschlands.

Vorstellung des neuen Zielgruppenhandbuchs bei der Pressekonferenz am 07.05.2026 im Landratsamt Vogtlandkreis (Foto: Archiv-TVV-Klein.jpg

Landrat Thomas Hennig (Vogtlandkreis) betonte die strategische Bedeutung des neuen Instruments: „Mit dem neuen Zielgruppenhandbuch liegt erstmals eine wissenschaftlich fundierte Grundlage vor, die zentrale Erkenntnisse zu Eigenschaften, Interessen und Bedürfnissen der Menschen im Vogtland bündelt. Dieses Handbuch ist ein wichtiger Meilenstein im Standortmarkenprozess.“ Er hob zudem die länderübergreifende Zusammenarbeit hervor: „Dass wir diesen Weg gemeinsam und länderübergreifend gehen und inzwischen über 400 Partner hinter unserer Standortmarke stehen, zeigt: Das Vogtland zieht an einem Strang.“

Ein zentraler Bestandteil des Handbuchs ist die Analyse der sogenannten SINUS-Milieus, deren Ergebnisse Jochen Resch vom SINUS-Institut vorstellte. Die Analyse zeigt, dass alle Bevölkerungsgruppen in repräsentativer Stärke im Vogtland vertreten sind. „Mit seiner neuen Kommunikationsstrategie zeigt das Vogtland, wie Regionen Zukunft gestalten können: durch die intelligente Verbindung von Standortidentität und Zielgruppenbedürfnissen. Die SINUS-Milieus ermöglichen dabei eine zielgenaue Ansprache nach innen wie außen und schaffen dadurch die Basis für passgenaue Angebote und Infrastruktur.“ betont Jochen Resch.

Dr. Ulli Schäfer, Landrat Landkreis Greiz, sieht in den Daten einen klaren Mehrwert für das regionale Standortmarketing: „Die gewonnenen Daten ermöglichen es uns, unsere Ressourcen gezielter dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig eine differenzierte Ansprache ist: Eine Kampagne für Ärztinnen und Ärzte muss anders gestaltet sein als für Fachkräfte im Baugewerbe.“

In den Städten Gera und Plauen werden die Erkenntnisse des Handbuchs zukünftig konkret für die Stadtentwicklung und Kommunikation genutzt. Kurt Dannenberg (Oberbürgermeister Stadt Gera) äußerte dazu: „Besonders erfreulich ist für uns in Gera der hohe Anteil an Familien im Adaptiv-Pragmatischen Milieu. Das bestätigt unseren Kurs, die Stadt gezielt als familienfreundlichen Standort weiterzuentwickeln – und zeigt gleichzeitig, welches Potenzial wir hier haben.“ Das Handbuch helfe dabei, Quartiere zu entwickeln, auszustatten und zu profilieren. Tobias Kämpf (Bürgermeister Stadt Plauen) bestätigte: „Spannend ist für uns vor allem die enge strukturelle Verbindung zwischen Plauen und Gera, die sich in den Ergebnissen deutlich widerspiegelt. Das zeigt: Wir denken Standortentwicklung nicht isoliert, sondern in funktionalen Räumen.“ Er sieht das Zielgruppenhandbuch vor allem als praktisches Arbeitsinstrument, auch für die lokale Wirtschaft. „Ein wirkungsvolles Standortmarketing entsteht dann, wenn möglichst viele Akteure auf einer gemeinsamen Grundlage arbeiten und ihre Kommunikation darauf abstimmen.“

Die Nutzung des Handbuches ist Interessierten unter Bezugnahme auf den Standortmarkenprozess Vogtland möglich und erfolgt über eine Verpflichtungserklärung mit dem SINUS-Institut als Herausgeber.

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