
Kurt Kanis ( Lehrer, Turner )
geb. 5. März 1906 Greiz
gest. 12. Mai 1947 Greiz
Kurt Kanis besuchte von 1912 bis 1918 die Volksschule in Greiz-Aubachtal. Danach erhielt er einen Freiplatz in der Seminarübungsschule, die dem Greizer Lehrerseminar am Hainberg angeschlossen war. Diese Schule für begabte Schüler der Stadt besuchte er von 1918 bis 1922. Von 1923 bis 1928 absolvierte Kurt Kanis ein Studium zum Sportlehrer an der Universität Jena. Während dieser Zeit war er bereits Honorar-Assistent für Turnen. Nach kurzer Lehrertätigkeit in Dobareuth und Blankenburg wurde er 1929 vom Thüringer Schulministerium beurlaubt und ging als Vereinsturnlehrer zum „Königsberger-Männer-Turnverein 1842“. Später wechselte er zum Turnverein „Insterburg 1858“. Im Jahre 1934 wurde Kurt Kanis als Sportlehrer am Institut für Lehrerbildung der Freien Stadt Danzig angestellt. In der Zeit von 1938 bis 1945 wurde seine Anstellung als Lehrer für Sport, Geographie und Geschichte an der Oberschule für Jungen in Zoppot (bei Danzig) durch Kriegsdienste unterbrochen. Nach Verwundung und der Rückkehr aus britischer Gefangenschaft 1945 erhielt er nach kurzer Anstellung als Lehrer an der Volksschule in Pahren im Oktober 1946 eine Stelle im Sportamt Greiz, wo er bis zu seinem Tode beschäftigt war. Die Liste seiner sportlichen Erfolge ist groß. In Länder- und Städtewettkämpfen erhielt er mehrfach beste Platzierungen. Bereits in jungen Jahren konnte er 1921 den 2. Platz im Freiübungsturnen in Gera erringen, bei der 8. Deutsch-Akademischen Olympiade 1924 in Königsberg/Pr. wurde er als Mitglied der Turnerschaft Greiz beim Kunstturnen 2. Sieger. Beim 13. Thüringischen Kreis-turnfest 1926 in Jena erreichte er den 5. Rang. Im Jahre 1927 erkämpfte er sich mit der Idealnote „40“ den Titel des besten Barrenturners im Zwölfkampf. Beim 14. Deutschen Turnfest der Deutsche Turnerschaft 1928 in Köln wurde Kurt Kanis der beste Geräte- und Barrenturner mit je 20 Punkten. Das Thüringische Staatsministerium zeichnete ihn 1928 als besten Thüringer Zwölfkämpfer mit der „Thüringischen Staatsmedaille für hervorragende turnerische Leistungen“ aus. In Berlin 1946, zum Städtewettkampf im Kunstturnen, Berlin – Greiz – Leipzig, belegte die Greizer Mannschaft den 2. Platz und Kurt Kanis trotz seiner Krankheit den Platz 3. Es war sein letzter Wettkampf. Am 12. Mai 1947 verstarb Kurt Kanis nach schwerem Leiden. Er wurde als „Hauptstütze der Greizer Kunstturnerriege“ von seinen Sportkameraden bezeichnet…
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