
Die Zenta-Eiche am Oberen Schloß
Auf der ehemaligen Reitbahn des Oberen Schlosses, zwischen dem Amtshaus und der Orangerie, findet der Besucher des Wahrzeichens der Stadt Greiz eine altehrwürdige Eiche. Diese fast dreihundertjährige Eiche, die sogenannte „Zenta-Eiche“ erinnert an einen der bekanntesten Vertreter der Greizer Reußen, an Heinrich VI. von Obergreiz.
Als einer der Stellvertreter des allseits bekannten Türkenbezwingers Prinz Eugen von Savoyen, war Heinrich VI. als sächsischer Generalfeldmarschall maßgeblich am Sieg dem Reichstruppen über die türkischen Verbände bei Zenta an der Theiß (heute bei Senta in dem zu Serbien gehörenden Vojvodina) am 11. Oktober des Jahres 1697 beteiligt. Während der Schlacht wurde er als „Königlich Polnischer und Sächsisch Churfürstlicher Generalfeldmarschall“ schwer verletzt und verstarb zehn Tage später.
Heinrich VI. wurde in Greiz, in der Stadtkirche St. Marien beigesetzt, sein Prunksarg befindet sich noch heute dort und kann als ein Zeugnis des damals hochentwickelten Kunsthandwerks unserer Region besichtigt werden. Sein verwundetes Pferd überlebte die Schlacht um etwa dreißig Jahre, erhielt sein Gnadenbrot im Oberen Schloss in Greiz und wurde auch dort beigesetzt. Über seinem Grab wurde die noch heute zu bewundernde Eiche gepflanzt.
