Medieninteresse an AfD- Veranstaltung reicht bis nach Schweden
(Langenbernsdorf/ LK Zwickau). Die Mitglieder und Funktionsträger der Partei Alternative für Deutschland (AfD) stellen sich den Bürgern. Nicht nur bei (weder wohlwollenden noch neutralen) öffentlich-rechtlichen Medien. Sondern auch auf der Straße am Info-Stand und bei eigenen Veranstaltungen. Die Landesgruppe Sachsen der AfD-Bundestagsfraktion hatte diesmal am 29. April 2026 zum Bürgerdialog nach Langenbernsdorf im Landkreis Zwickau eingeladen.




Zwei MdB und ein MdL der AfD stehen den Bürgern im „Weissen Ross“ Rede und Antwort
Die Veranstaltung war durchaus hochkarätig. besetzt. Mit dem Mitglied des Bundestages (MdB) Dr. Alexander Gauland war der zweifache Ehrenvorsitzende (zum einen der Partei AfD sowie der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag) der Einladung der BT-Landesgruppe Sachsen gefolgt. Moderiert wurde die Veranstaltung von MdB Matthias Moosdorf (oben Bildmitte und Bild re. unten). Ergänzt wurde die Gesprächsrunde durch MdL Jonas Dünzel (oben/unten links im Bild), Mitglied des sächsischen Landtages und Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Zwickau.


Erwartungsgemäß: Gegendemonstration der Linken – wie immer mit Plakat der Diakonie
Wo die AfD das Gespräch sucht, sind Gegendemonstrationen nicht wegzudenken. Diesmal ging diese ziemlich zivilisiert ab. Die Gäste der AfD-Veranstaltungen konnten aber den Bürgerdialog ungestört und ungehindert betreten und verlassen. Die sächsische Polizei zeigte deutliche Präsenz.
Offenbar fehlten Schreihälsen noch die Stimmen – vielleicht wegen ergebnisloser Gespräche mit den Bäumen zur AfD-Wanderung (HBV berichtete hier)? Dafür wurde dann laute Musik (andere würden das als „Krach“ bezeichnen) abgespielt. Diese hört man im Festsaal des „Weissen Ross“ zum Glück nicht. Was offenbar auch die Gegendemonstranten mitbekommen haben. Denn bis zum Schluss der Veranstaltung gegen 21.00 Uhr hielten sie es nicht aus.




Zentrales Themen: Frieden versus „Kriegstüchtigkeit“ sowie Familienpolitik
Im voll besetzen Saal mit rund 200 Gästen dominierten sowohl in der Gesprächs- wie auch der Fragerunden die Themen Frieden und Familienpolitik. Dr. Alexander Gauland ließ in seinen Statements durchaus seine westliche Prägung erkennen. Er bekannte sich zur NATO. Zugleich machte er aber auch deutlich, dass man sich immer politische und diplomatische Gesprächskanäle offen halten muss. Selbst in den Hochzeiten des kalten Krieges gab es diese. Zudem gab es damals auch wirtschaftliche Beziehungen und keine selbstzerstörischen EU-Sanktionen wie heute.
Die Befürchtung eines Besuchers, dass sich zur Haltung bzgl. Russland/ Ukraine die AfD in Ost und West spalten könne, sah Dr. Gauland dagegen nicht. Er machte deutlich, dass die Ostdeutschen aufgrund ihrer Biografien „wacher“ sind. Aber das eben auch im Westen die Folgen einer völlig verfehlten Bundespolitik Auswirkungen zeigen und die Menschen merken, was diese für sie selbst, ihre Familien und vor allem den eigenen Geldbeutel bedeutet.
Zwei Frauen fragten zum Thema Familienpolitik nach. MdL Jonas Dünzel machte hier deutlich, dass die AfD eine gesteuerte Zuwanderung – und zwar von wirklichen Fachkräften – sich durchaus vorstellen kann. Das würde aber das Kernproblem nicht beseitigen – denn auch deren Herkunftsländer brauchen die ausbildeten Fachkräfte. Ziel muss es daher sein, durch eine sinnvolle Kinder- und Familienpolitik die Reproduktionsquote der Deutschen wieder anzukurbeln. Moderator Moosdorf stelle Dr. Gauland die zugespitzte Frage, ob sich das mit mehr Steuergeld bewerkstelligen lasse. Dr. Gauland verneinte das. Nach dessen Meinung ist Geld auch, aber nicht der primäre Teil der Familienpolitik. Wenn sich die Bürger nicht mit ihrem eigenen Land und nicht mit der Politik identifizieren, schon gar nicht Vertrauen in den Staat haben- dann könne man das auch nicht mit Geld „zukleistern“.

Medieninteresse: Selbst der schwedische Rundfunk war vor Ort vertreten
Die Veranstaltung stieß durchaus auf Interesse akredidierter Medien. Neben dem schwedischen Rundfunk waren u.a. die Freie Presse (FP) sowie der Heimatbote Vogtland (HBV) vor Ort. Besonders der Vertreter des schwedischen Rundfunkt versuchte sich ein umfassenden Bild zu machen. Er suchte sowohl das Gespräch mit den Gegendemonstranten als auch mit anderen Journalisten (u.a. dem Vertreter des HBV). Sehr ausführlich interviewte der Journalist jedoch MdB Matthias Moosdorf und zum Schluss MdB Dr. Alexander Gauland.






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