(Greiz) Am 8. Oktober 2026 lud der Bürgermeister (BM) der Stadt Greiz, Alexander Schulze (parteilos, Mandat der CDU), die interessierten Bürger der Stadt zur gesetzlich vorgeschriebenen Einwohnerversammlung ein. Thema war unter anderem der Hochwasserschutz und wie es damit weiter geht im Stadtgebiet der Greizer Alt- und Neustadt.
Auszeichnung für Schülerprojekt
Nachdem der Bürgermeister die Versammlung in ein paar kurzen Sätze eröffnet hat, stand erst einmal die Schüler der Klassen 5a und 5b (Schuljahr 2025/26) der Regelschule „G.E. Lessing“ im Mittelpunkt. Die Schüler nahm zum wiederholten mal an dem Projekt „Flusstagebuch 2026“ teil und konnte dabei den ersten Platz erreichen. Sie erforschten das Ufer mit ihrer Flora und Fauna der Weißen Elster und hielten ihre Entdeckungen in ein Tagebuch fest. Mit deren Artenvielfalt haben sie festgestellt, dass die Wasserqualität unseres Flusses in einem guten Zustand befindet. Obgleich darin auch so mancher Unrat gefunden wurde. Als Preis für den ersten Platz gab es einen Gutschein für eine Raftingtour über die Weiße Elster sowie eine Kiste mit Materialien für die Klassen, um weiter Forschungen zu betreiben.
Flutgraben offenbar vom Tisch. Statt dessen soll es flexibler Hochwasserschutz richten.
Herr Schirmer vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Natur (TLUBN) und Herr Herold von der Thüringer Landgesellschaft mbH stellten den Hochwasserschutz für die Stadt Greiz vor. Im Jahre 2012 wurde die ersten Überlegungen gestartet. Als aber im vom Mai 2013 das Extremhochwasser in der Weißen Elster mit teilweiser Überschwemmung der Alt- und Neustadt auftrat, wurde das Projekt nochmal überarbeitet.
Von 2018 bis 2021 wurden die ersten Maßnahmen in Dölau und Rothenthal ergriffen und umgesetzt. Für das Stadtgebiet gab es mehrere Lösungsansätze, Die Stadt und der Landkreis waren gegen die Errichtung eines Flutkanales. Hier gab es erhebliche Bedenken bezüglich Vermüllung und Unfallgefahren. Dies ließ seitens der Fachbehörden die Überlegung zu flexiblen und mobilen Hochwasserschutz voranschreiten. Der flexible Hochwasserschutz wird unter anderem in die Stützmauer am Elstersteig und auf den Fußweg in der Bruno Bergner Straße vom Kreisverkehr bis zum Casino integriert werden soll.
Widersprüchliche Aussagen zum Erhalt des Elster-Parkplatzes
Nach über einer sehr informativen Stunde der Präsentation in Wort, Bild und Diagrammen kamen die Einwohner zu Wort und konnten Fragen stellen. Eine Bürgerin fragte, was mit dem Parkplatz Elsterufer passieren soll bzw. geplant ist, da dieser Punkt irgendwie verschwiegen wurde. Die Antwort von Hr. Schirmer folgte recht schnell: „Der Parkplatz ist aus ökologischer Sicht nicht mehr vorgesehen“. Bürgermeister Alexander Schulze ergriff daraufhin das Wort und sprach sich definitiv dafür aus, dass dieser Parkplatz in der Innenstadt erhalten bleiben muss und dies in die Planung so mit aufzunehmen ist. Offenbar kennt der Bürgermeister die eigenen Beschlussvorlagen und Planungen seiner Stadt nicht. Im Haushalt wurden schon vor Jahren Gelder für entsprechende Alternativplanungen bereit gestellt.
Nach der Veranstaltung unterhielt sich Stadtrat Marco Hübel (AfD- Bürgerfraktion) mit Herrn Schirmer bezüglich der Folgekosten für Wartung und Reparaturen wegen Verschleiß und Vandalismus für diesen Hochwasserschutz. Insbesondere die angesprochenen flexiblen Schutzmaßnahmen betreffend, zumal hier ein größerer Umfang an Aufwand der Instandhaltung erforderlich ist. Laut Schirmer würde für die regelmäßigen Wartungen der Freistaat Thüringen finanziell aufkommen. Die Feuer- sowie Wasserwehr sollten regelmäßige Übungen zum Aufstellen durchführen, um entsprechende Routine zu bekommen. Dazu würden entsprechende Verträge zwischen dem Land und der Stadt gemacht werden müssen. Weitere Details zu Kosten wollte Herr Schirmer nicht äußern.











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