In Schönfeld ist doch nicht der „Schluchter 2.0“?
(Greiz). Manchmal scheint es zu helfen, wenn sich Bürger an die Medien wenden. Oder Kreisräte an den Landrat. In diesem Artikel hatten die Redaktion des Heimatbote Vogtland (HBV) über den holprigen Start einer Baustelle in Greiz-Schönfeld berichtet. Und im zweiten Artikel wurde aufgezeigt, dass Bürgermeister Alexander Schulze (parteilos, Mandat der CDU) es mit seinen vollmundigen Wahlversprechen wohl nicht so ernst nimmt und der viel kritisierte „Schluchter“ in Greiz überall zu sein scheint.
Baustelle mit Erfolg abgeschlossen
Aber: Was wahr ist, muss auch wahr bleiben. Ja, wir haben die Kritik eines Lesers aufgegriffen. Umso fairer finden wir es, dass uns der Leser nun auch Fotos der fertig gestellten und aufgeräumten Baustelle hat zukommen lassen. Mit der Bemerkung, dass ab Montag Abend die Straße wieder frei war.
Der nun dritte Straßeneinlauf wurde eingebaut. Ob der etwas bringt (die beiden anderen zeigten sich am 1.8.2026 ziemlich wirkungslos) wird sich noch zeigen müssen.


Aber auch der zweite Kritikpunkt, nämlich das zum x-ten Male ausgespülte Schnittgerinne, wurde diesmal beherzt und professionell in Angriff genommen. Es bleibt zu hoffen, dass diese sicher nicht preiswerten Baumaßnahmen nachhaltig etwas bringen.



Dennoch kann man hier im Umkehrschluss zu einem deutschen Sprichwort sagen: Wo Schatten ist, ist auch Licht. Denn diesmal haben die Stadt und der Bürgermeister schnell auf Kritik reagiert. Das sollte dann auch lobend erwähnt werden. Denn der HBV ist keine „Meckerecke.“ Sondern lediglich eine Online-Zeitung, die auf Kritik aus der Leserschaft auch einmal öffentlich kritisch hinterfragt. Mit Erfolg, wie es scheint.
Denn auf unsere Veröffentlichung der AfD-Anfrage zu den Grundsteuermesszahlen sah sich die Stadtverwaltung sehr schnell genötigt, zumindest bei Facebook eine klarstellende Erklärung abzugeben. Das könnte die Stadtverwaltung und der Bürgermeister alles viel einfacher haben. Aber er ignoriert die HBV-Redaktion und verbietet unseres Herausgeber (der Heimatstiftung Greiz-Vogtland e.V.) als Verein Veröffentlichungen im Amtsblatt der Stadt Greiz. Das dann die Sympathiewerte im Keller sind, dürfte niemand verwundern.
In diesem Sinne: (diesmal) gut gemacht!
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