Versorgung soll bis Wochenmitte wieder hergestellt sein
(Greiz). Seit 24.09.2026 sitzen in einigen Stadtteilen (Hasental, Obergrochlitz, Tannendorf) die Greizer quasi im Kalten. Ohne Gasversorgung kein Warmwasser, keine Dusche, keine Heizung. Die nachsommerlichen Temperaturen mildern das zum Glück ab, aber kalt duschen ist an sich sicher nichts mehr für die wohlstandsverwöhnten Deutschen. Laut Pressemitteilung der Energieversorgung Greiz (EVG) GmbH ist man bemüht, die Versorgung bis Wochenmitte zumindest mit einer mobilen Gasversorgungsstation wieder herzustellen.

Ob dies gelingt, ist angesichts der Brisanz der am 28.09.2026 herausgegebenen Pressemitteilung der EVG fraglich. Die Havarie stellt das Unternehmen offenbar vor deutliche Herausforderungen. Hier hat die Redaktion des Heimatbote Vogtland (HBV) etwas dezidierter mit einer Presseanfrage nachgefasst. Denn diese Störung lässt in Zeiten allgemeiner Kriegshysterie und Angriffe auf kritische Infrastruktur (KRITIS) mehr Fragen als Antworten zu. Frage 5 sollte natürlich auf Frage 4 verweisen- Freud´sche Fehlleistung.

Gewinnausschüttung an die GFD künftig fraglich?
Da die Störung größer zu sein scheint, dürfte auch der Investitionsaufwand nicht unerheblich sein. Ob dann noch Geld für Gewinnausschüttung an die Greizer Freizeit- und Dienstleistungs (GFD) GmbH & Co.KG als Gesellschafter übrig ist, muss sich erst noch zeigen. Diese Gewinnausschüttung garantierte bisher den Ausgleich der zahlreichen Verlustbringer der GFD. Ohne diese Ausschüttung wäre die GFD seit Jahren hochdefizitär.
Die IWA hatte im Rahmen eines Sonderstadtrates im Juli 2026 angeregt, die Eigenkapitalbasis der GFD zu stärken, um eben auch im Falle einer Haushaltssicherung der Stadt Greiz die freiwilligen Leistungen sicherstellen zu können. Bürgermeister (BM) Alexander Schulze (parteilos, Mandat der CDU) ließ nach Redaktionsinformationen bisher die Fristen für die Behandlung der IWA-Vorlage verstreichen.

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