Zwickau: „The World of Hans Zimmer“

Ticket der Veranstaltung

Fulminantes Konzert mit Filmmusiken in der Stadthalle Zwickau

(Zwickau). Wer am 14.04.2026 keine Gelegenheit hatte, einem Konzert in der Stadthalle Zwickau (neuerdings wohl „Sparkassen-Arena Zwickau“) zu folgen, hat wirklich etwas verpasst. Die Veranstaltung hieß: „The World of Hans Zimmerthe immersive symphony.“ Sie zog – ausweislich der Kfz-Kennzeichen auf dem Parkplatz – nicht nur Besucher aus Sachsen und Thüringen, sondern auch aus Bayern und noch weiter an. Die Stadthalle war zwar nicht ausverkauft, aber sehr gut gefüllt.

Tolles Konzert, tolles Orchester, tolles Publikum (alle Fotos: HBV/trö/grz)

Im Bereich Filmmusik ist der 1957 in Frankfurt am Main geborenen Hans Zimmer eine Legende, zählt er doch zu den erfolgreichsten Filmkomponisten der Welt. Er wurde in diesem Genre 12 mal für den Oscar nominiert. Zweimal war er im Genre Filmmusik sogar Oscar- Gewinner: 1995 für „Der König der Löwen“ und 2022 für „Dune“. Mit den gleichen Titeln holte er 1995 und 2022 den Golden Globe, 2001 zudem für die Filmmusik zu „Gladiator“. Elfmal war er nochmals für den Golden Globe nominiert, ebenso oft für die Grammy Awards. Hier gewann er mit der Musik für die Filme „Der König der Löwen“ , „Crimson Tide“ , „The Dark Night“ (Batman) und „Inception.“ Im Jahr 2010 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Wald of Fame. Wussten Sie, dass er seine erste Nominierung schon 1989 für den Film „Rain Man“ hatte?

Filmkomponist war nicht vor Ort. Oder doch?

Schon auf den Tickets gab es den Hinweis: „Die Show wird von Hans Zimmer präsentiert und kuratiert. Er tritt aber nicht selbst auf.“ Faktisch gab es also keine falsche Erwartungshaltung, dass man Hans Zimmer selbst zu Gesicht bekommen würde. Aber: Moderne Technik macht es möglich, dass Zimmer zumindest virtuell mehrfach „anwesend“ war. Zu Beginn der Show, mittendrin am Klavier und zum Schluss.

Ja, er war nicht vor Ort. Ja, es war nicht das Orchester in Originalbesetzung. Aber das tat diesem Abend künstlerisch keinen Abbruch. Leider lag kein Programm aus. Die Vorstellung der – wirklich hervorragenden – Künstler erfolgte so schnell, dass man nicht mitschreiben konnte. Schade- jede/r Einzelne hätte eine namentliche Erwähnung verdient.

Die „Knaller“ waren ebenso dabei wie Überraschungseffekte – die Bühnenbilder waren traumhaft

Selbstredend waren bekannte „Knaller“ dabei. So unter anderem aus den Filmen „Gladiator“, „Dune“ oder „Interstellar“. Die digital eingespielten Filmsequenzen gaben oft hilfreiche „Tipp´s“ , um welchen Film es sich gerade handelt. Ganz zum Schluss blinzelte Captain (so viel Zeit muss sein!) Jack Sparrow digital um´s Eck, bevor aus „Fluch der Karibik“ unter anderem der eindrucksvolle Sound von „Drink Up Me Hearties“ gespielt wurde. Davor gab es „Time“ aus Inception, aus der Batman Trilogy mehrere Titel, aus dem Film „Der Da Vici Code“ den sehr einfühlsamen Titel „Chevaliers de Sangreal“, bei „Gladiator“ gab es mehrere Titel, unter anderem das Schlussthema „Now We Are Free“.

Bei anderen Filmen wie 007 James Bond, The Last Samurai, Formel 1 oder dem Trickfilm „Kung Fu Panda“ war vielleicht gar nicht jedem bewusst, dass auch hier Hans Zimmer die Filmmusiken beigesteuert hatte. Sämtliche Titel wurden sowohl instrumental wie auch vocal von den Künstlern beeindruckend stimmig dargeboten. Manchmal sphärisch, oft kraftvoll mit Bässen bis in den Bauch. Das Publikum spendete immer wieder anhaltenden Applaus. Zum Schluss bedankte es sich mit Standing Ovations bei den Künstlern. Wer künftig die Möglichkeit hat, einen solchen Konzertabend zu besuchen, sollte sich das nicht entgehen lassen.

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