Gedenkminute für verstorbenen Ortsteilbürgermeister
(Großebersdorf/LK Greiz) Unter dem Titel „Ortsumgehung jetzt“ hatte der AfD-Kreisverband Landkreis Greiz zu einer Informationsveranstaltung nach Großebersdorf eingeladen. Rund 40 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und informierten sich über den aktuellen Stand der Planungen für die Ortsumgehung der Orte Großebersdorf, Frießnitz und Burkersdorf. Im Rahmen einer Gedenkminute wurde während der Veranstaltung zudem an den kürzlich verstorbenen Ortsteilbürgermeister Oswald Gmeiner erinnert, der sich über viele Jahre hinweg für die Realisierung der Ortsumgehung eingesetzt hatte.
Bundesstraße B175/B2 war für 30 Minuten voll gesperrt. MdB Brandner (AfD) mit vor Ort.
Die Veranstaltung fand direkt auf der Straße statt, nachdem die B175/B2 für etwa 30 Minuten gesperrt worden war. Zu den Rednern gehörte der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner (AfD). In seiner Rede kritisierte er die aus seiner Sicht falschen Prioritäten der Bundespolitik. Während wichtige Infrastrukturprojekte in Deutschland nur schleppend vorankämen, würden Millionenbeträge in Projekte im Ausland investiert. Als Beispiel nannte er Radwegeprojekte in Peru, während dringend benötigte Verkehrsprojekte vor Ort weiterhin auf sich warten ließen.
Planungen seit 1934! Bürger werden vertröstet: Baubeginn nicht vor 2028. Bürger: „100-jähriges Jubiläum wichtig?“
Auch der Kreisvorsitzende des AfD-Kreisverbands und Kreisrat Thomas Trommer ging auf den aktuellen Planungsstand ein. Er erklärte, dass es bislang noch keinen konkreten Termin für den Baustart gebe, da das Planfeststellungsverfahren noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Es bestehe jedoch die Aussicht, dass dieses Verfahren noch im Laufe des Jahres beendet werden könne. Erst danach trete das Baurecht in Kraft. Anschließend müssten weitere Planungen sowie Bodengutachten durchgeführt werden. Nach derzeitiger Einschätzung sei daher frühestens im Jahr 2028 mit einem Baubeginn zu rechnen. Die Bürger fühlen sich von Jahr zu Jahr vertröstet- und das seit 1934! Seit dieser Zeit wird an der Ortsumgehung „gebastelt“. Ein Bürger kommentierte das sarkastisch: „Die wollen das vermutlich weiter schieben. Vielleicht ist dem Staat ein 100-jähriges Jubiläum wichtig?“
BI-Chef Goldhardt berichtet über Erkenntnisse zum etwaigen Bauverlauf
Zum Abschluss der Veranstaltung sprach auch Arndt Goldhardt. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative berichtete über den aktuellen Wissensstand aus Sicht der Initiative. Demnach sei die geplante Ortsumgehung in drei Bauabschnitte unterteilt – Großebersdorf, Frießnitz und Burkersdorf. Nach derzeitiger Einschätzung stehe der Abschnitt Frießnitz auf der Prioritätenliste an erster Stelle. Der Bauabschnitt Großebersdorf könne daher vermutlich erst später umgesetzt werden. Vorausgesetzt, entsprechende Mittel würden vom Bund bereitgestellt.
Die Veranstaltung zeigte erneut, dass das Thema Ortsumgehung für viele Menschen in der Region weiterhin von großer Bedeutung ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass das Projekt in den kommenden Jahren tatsächlich umgesetzt wird.



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