Greizer Persönlichkeiten – Prof. Dr. Dr. Albert Kukowka

Prof. Dr.Dr. med. habil. Albert Wilhelm Kukowka Greizer ​Arzt​

geb. 25. April 1894 in Schrau/Rybnik

gest. 8. November 1977 in Greiz​

Albert Kukowka wurde in Oberschlesien geboren und erhielt eine humanistische Ausbildung an den Gymnasien in Rybnik und in Glogau. Es folgte ein Medizinstudium an den Universitäten in Breslau, Greifswald, Wien und in Krakau. In Breslau promovierte er 1921 zum Dr. med. und in Krakau 1923 zum MuDr.

An den damals renommiertesten Universitätskliniken in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz erwarb er sich ein umfangreiches Fachwissen in der Inneren Medizin, in der Radiologie und in der Balneologie, bevor er sich 1925 mit eigener Praxis in Kattowitz niederließ. Von 1939 bis 1945 war er dann Bäderarzt in Karlsbad. Nach dem Kriegsende 1945 kam Prof. Dr. Dr. Albert Kukowka nach Thüringen. Nach einer Interimstätigkeit als Amtsarzt in Stadtroda von 1945 bis 1946 wurde er am 1. August 1946 zum Chefarzt der Inneren Abteilung und zum Ärztlichen Direktor des Thüringischen Landeskrankenhauses Greiz, dem späteren Kreiskrankenhaus Greiz, berufen. Beide Funktionen füllte er fast zwei Jahrzehnte bis zu seiner Emeritierung am 30. April 1964 mit dem Einsatz seiner ganzen Kraft aus.

​Sein wissenschaftliches Werk umfasst 500 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften und über 20 Monographien und Buchbeiträge. In über 200 Vorträgen im In- und Ausland überzeugte er mit seiner blendenden Rhetorik und wissenschaftlichen Aussagekraft. Viele Ämter und Funktionen wurden ihm übertragen. 1946 wurde er zum Regierungsbeauftragten für das Bäderwesen in Thüringen ernannt, ab 1949 war er dann Bäderbeauftragter des Ministeriums für Gesundheitswesen derDDR. Er wurde mit dem Vorsitz des Poliomyelitis Ausschusses der DDR beauftragt und als Mitglied in den internationalen Poliomyelitis Ausschuss berufen. Von 1948 bis 1960 nahm er einen Lehrauftrag im Fach Balneologie an der Friedrich Schiller Universität in Jena wahr. Von 1955 bis 1960 wurde ihm, neben seinen Greizer Funktionen, das Direktorat des Institutes für das Kur- und Bäderwesen in Bad Elster übertragen. Neben all diesen Pflichten verfolgte er das Ziel, das Kreiskrankenhaus Greiz zu einem Zentrum der modernen Diagnostik und Therapie zu entwickeln. 1946 übernahm Prof. .Dr. Dr. Albert Kukowka das Krankenhaus mit drei Fachabteilungen und übergab es 1964 an seinen Nachfolger mit acht Fachabteilungen. Als Lehrer widmete er sich der Herausbildung eines qualifizierten Nachwuchses an Ärzten und Schwestern. Er förderte und unterstützte den Aufbau der Medizinischen Fachschule am Kreiskrankenhaus und richtete in den fünfziger Jahren ein Poliomyelitis Zentrum ein, das sich während der Poliomyelitis-Epidemie 1951 hervorragend bewährte. Prof. Dr. Dr. Albert Kukowka war strebsam, wissbegierig und bekannt für seine Arbeitsfreude und Leistungsfähigkeit. Neben den alten Sprachen Latein, Griechisch und Hebräisch sprach er auch fließend Russisch, Polnisch und Tschechisch….

Kommentar hinterlassen zu "Greizer Persönlichkeiten – Prof. Dr. Dr. Albert Kukowka"

Hinterlasse einen Kommentar