Greiz Historie

Das Bild zeigt uns die Fabrik Arnold ( heutige Berufsschule) in schon neuerer Gestalt, sowie die alte Elsterbergstraße, die sich nach dem Schützenplatz hinzog.Der Gründer der Firma, Christian Friedrich >​Arnold (geb. 1837, gest. 1879) stammt aus einer alten angesehenen Tuchmacherfamilie, deren Vorgänger schon Generationen vorher ebenfalls Tuch- und Zeugmacher waren. Am 6. November 1837 wurde er in die Weberei aufgenommen und betrieb als Vermittler zwischen Handwebern und Großeinkäufern sein Geschäft. Auch ist er zur damaligen Zeit, wie fast alle Gründer der heutigen Großfirmen mit seinen Waren auf der Schubkarre in der Stadt herumgefahren ( „Klinkenputzer „) und mit Wagen auf die Leipziger Messe.​Von seinen 12 Kindern traten nach und nach 3 Söhne in die Firma ein:●​1860 Ernst Arnold, gest. 1893,●​1878 der spätere Geh.Kommerzienrat Paul Arnold, gest. 1928●​1890 der spätere Kom.Rat Hermann Arnold, gest.1925●​1912 Friedrich Paul Arnold, Sohn des Geh. Kommerzial Rat Paul Arnold, gest. 1924,●​1923 Hans Arnold, Sohn, des Kom.Rats Hermann Arnold, der jetzige Chef und Betriebsführer der Firma.( Stand 1935)​Die Firma nahm schon frühzeitig einen bedeutenden Umfang an. Bereits 1883 kaufte sie die Fabrik Arnold & Söhne in Aubachthal an (zum Teil Möbelfabrik von Brehmer). Ausserdem erbaute die Firma 1885–86 die Fabrik in Langenwetzendorf, sodass sie in dieser Zeit, wie glaubwürdig versichert wird, über 2 000 Stühle beschäftigte einschließlich der Handwebstühle. ​Unter der Beamten- und Arbeiterzahl befanden sich zu dieser Zeit über 300 Arbeitsjubilare, die über 25 bis 50 Jahre im Dienste der Firma standen. Mit der Firma standeund fiel die ganze Gemeinde Langenwetzendorf, die schon längere Zeit nur noch wenige Arbeitslose hatte und der Firma große Förderung verdankte. Die Ernst Arnold-Schule, die neue Orgel und vieles andere mehr sind Stiftungen der Firma Friedrich Arnold. ​Auch für Greiz war die Firma von großem Segen. Ernst Arnold bestimmte testamentarisch in seinem Todesjahr eine Million Mark für das Ernst und Lina Arnoldstift nebst dem Schmidt’chen Grundstück , 3/4 Million für Beamte und Arbeiter, 1/4 Million für Studienzwecke geborener Greizer. Zum 75jährigen Geschäftsjubiläum 1912 spendete die Firma für die Gemeindekrankenpflege 50 000 Mark, sowie die gleiche Summe für ein Volks und Schwimmbad, letztere unter Bedingung, dass das Bad innerhalb von 20 Jahren gebaut wird, andernfalls würde der Betrag einer anderen milden Stiftung zufallen.​Nach dem Tode dieses großen Greizer Wohltäters stiftete dessen Gattin Lina das Kinderheim auf dem Pohlitzberg und den Knabenhort neben der Marienschule.​

Die Hochherzigen Stiftungen der Familie bzw. Firma Arnold stehen bis zum heutigen Tag eher unerreicht da. Ob Greiz wieder einmal eine derartig Hochherzige Stiftung erleben wird ….ich denke eher nicht .Zumindest aber bin ich wohl nicht der Einzige ,dem die Namensänderung des Anna Seghers Pflegeheim in ihrem ursprünglichen Namen sehr gefallen hat 😍….

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