Landrat Dr. Ulli Schäfer im Gespräch mit Thüringer Infrastrukturministerium
(Greiz). In der gestrigen Kreistagssitzung (27.01.26) stand auch ein Antrag Fraktion IWA-Pro Region (IWA-PR) auf der Tagesordnung. Diese schlug für den zu beschließenden Nachtragshaushalt einen Sperrvermerk bzgl. der Sanierung des Gymnasiums Weida vor, da weder Baukosten und vor allem Schülerzahlen bekannt waren.
Augenscheinlich schlug das nicht nur der IWA-PR auf den Magen. Denn laut informierten Kreisen war dies auch Thema im Ältestenrat. Mit der Folge, dass CDU-Fraktionschef Dietsch einen Änderungsantrag einbrachte. Nun soll die Verwaltung des Kreisräten nochmals fundierte Zahlen zuarbeiten. Diese werden dann – so sein Vorschlag – zunächst im Ausschuss Schule-Kultur-Sport (SKS) und später im Kreistag beraten. Stephan Marek (SPD) fragte nochmals nach, ob damit eine Mittelvergabe dennoch möglich sei und ob der Kreistag darüber die Hoheit behalte. Dietsch präzisierte seinen Änderungsantrag dahingehend, so dass der Änderungsantrag letztlich vom Kreistag einstimmig angenommen wurde.
In einer heutigen Pressemeldung (PM) teilte das Landratsamt Greiz zu diesem Thema mit:
Der Landkreis Greiz unternimmt einen neuen Anlauf zu Sanierung und teilweise Neubau des Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasiums Weida. Das nach den beiden aktuell laufenden Maßnahmen – dem Schulcampus Münchenbernsdorf und der Regelschule Bad Köstritz – wichtigste Bauvorhaben ist seit 2023 beim Freistaat Thüringen angemeldet worden, bisher allerdings vergeblich. Landrat Dr. Ulli Schäfer befindet sich gegenwärtig in Gesprächen mit dem Thüringer Infrastrukturministerium, die er als erfolgversprechend beurteilt. „Wenn wir den ländlichen Raum stärken wollen, dann steht eine gute
Bildung für die Kinder und Jugendlichen an erster Stelle. Wir dürfen uns vor allem nicht dazu hinreißen lassen, Schulen gegen Straßen- und Brückenbau, die natürlich auch wichtig sind, auszuspielen“, betonte der Landrat.
Im Kreistag hatte die Fraktion IWA/Pro Region/Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit e.V.
den Antrag eingebracht, die mit über 21,5 Millionen Euro veranschlagten Investitionen für das Weidaer Gymnasium mit einem Sperrvermerk zu versehen. Einmütig folgte der Kreistag dem Vorschlag der CDU-Fraktion, diesen Antrag in den Fachausschuss für Schulen einzubringen und im ersten Halbjahr darüber zu beraten. „Das ist ein wichtiges positives Signal für Eltern, die ihre Schüler im Gymnasium Weida anmelden möchten. Vom Schulleiter Herrn Kirbach weiß ich, dass die Nachfrage für Anmeldungen in Weida sehr gut ist und dass mit drei fünften Klassen ins neue Schuljahr gestartet werden kann. Wenn es um die zukunftsfähigkeit unseres Landkreises geht, dann stehen attraktive Bildungsangebote an oberster Stelle“, betonte Landrat Dr. Schäfer.
Bisherige Fördermittelanträge aus den Jahren 2023/24 beim Freistaat Thüringen waren mit der
Begründung abgelehnt worden, dass landesweit angemeldete Fördermittelanträge das zur Verfügung
stehende Budget überstiegen hätten. Der Landkreis Greiz hat bereits in Planungsleistungen ca. 826.600 Euro investiert. Das Projekt für das Dörffel- Gymnasium sieht u.a. vor, einen Altbau abzureißen und einen Neubau zu errichten. Der Neubau soll dem dann sanierten Baukörper aus den 1970-er Jahren verbunden werden. Weitere Bauleistungen wären die Errichtung einer Photovoltaikanlage, die Erneuerung von Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär und Bodenbeläge die umfassende Renovierung sowie die Sanierung der Außenanlagen.
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