Tollwutrisiko: Landkreis Mittelsachsen sucht Käufer von Hundewelpen aus Roßwein

01.10.2026

Mindestens sieben ungeimpfte Welpen verschiedener Rassen, die illegal aus dem Ausland nach Deutschland verbracht wurden, wurden in Roßwein verkauft. Drei Tiere konnten bislang ausfindig gemacht werden, mindestens vier weitere werden noch gesucht. Das Landratsamt Mittelsachsen ruft die neuen Besitzer auf, sich umgehend beim Veterinäramt zu melden.

Der Landkreis Mittelsachsen warnt vor einem möglichen Tollwutrisiko durch Hundewelpen, die aus dem osteuropäischen Ausland nach Deutschland gebracht und in Roßwein unter anderem über die Plattform „Quoka“ unter dem Anbietername „Natalie“ verkauft wurden. Die Tiere waren bei der Abgabe deutlich zu jung und sind vollständig ungeimpft. Eine Infektion mit dem Tollwutvirus kann deshalb nicht ausgeschlossen werden.

Für die betroffenen Welpen ist Quarantäne angeordnet. Drei Tiere konnten bislang ausfindig gemacht werden. Der Verbleib von mindestens vier weiteren Welpen ist noch ungeklärt. Es handelt sich um verschiedene Rassen, meist Mischlinge.

Wer in Roßwein seit dem 20. September 2026 einen Welpen gekauft hat, dessen Herkunft und Impfstatus unklar sind, wird dringend gebeten, sich unverzüglich beim Veterinäramt unter Tel. 03731 799-6234 oder lueva@landkreis-mittelsachsen.de zu melden. Die Hunde müssten untersucht und unter Quarantäne gestellt werden.

Tollwut kann von infizierten Tieren auf Menschen übertragen werden, insbesondere durch Bisse, oder wenn infektiöser Speichel auf verletzte Haut oder Schleimhäute gelangt. Wer von einem der betroffenen Welpen gebissen wurde oder einen solchen Speichelkontakt hatte, sollte sich unverzüglich ärztliche Hilfe suchen und auf das mögliche Tollwutrisiko hinweisen.

Für die Einreise nach Deutschland benötigen Hundewelpen einen gültigen Tollwutimpfschutz. Die erste Impfung ist frühestens im Alter von zwölf Wochen möglich. 

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