Auf Initiative des Coschützer Ortsvorstehers der Stadt Elsterberg, Andreas Oberlein, folgten im August sieben weitere Ortsvorsteher aus umliegenden Städten und Gemeinden der Einladung von Landrat Thomas Hennig zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch ins Landratsamt.
Zu Beginn des Treffens berichteten die anwesenden Ortsvorsteher aus Rotschau, Pfaffengrün, Rebesgrün, Brockau, Großfriesen, Zwota und Coschütz über ihre Erfahrungen und die praktische Arbeit in ihren jeweiligen Ortschaften.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Sächsische Gemeindeordnung und insbesondere die darin geregelte Arbeit der Ortschaftsräte. Dabei entwickelte sich ein reger und offener Austausch über unterschiedliche Erfahrungen, Herangehensweisen und die praktische Auslegung der rechtlichen Grundlagen. Landrat Thomas Hennig konnte dabei auch auf seine eigenen Erfahrungen aus seiner früheren Tätigkeit als Oberbürgermeister von Klingenthal zurückgreifen.
„Es war teilweise überraschend zu sehen, wie unterschiedlich die Regelungen der Sächsischen Gemeindeordnung, insbesondere die Bestimmungen zur Arbeit der Ortschaftsräte, in den verschiedenen Dörfern und Ortschaften des Vogtlandkreises ausgelegt und umgesetzt werden“, so der Landrat.
Bei den Ortsvorstehern stieß das Interesse des Landrates an der Arbeit der Ortschaftsräte auf große Zustimmung. Einigkeit bestand darin, dass das Treffen einen wichtigen ersten Schritt darstellt, um die Arbeit der vogtländischen Ortschaftsräte künftig stärker zu unterstützen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern.
Als mögliche Ansatzpunkte wurden unter anderem regelmäßige Weiterbildungen, gemeinsame Auslegungshilfen zu rechtlichen Grundlagen sowie ein verstärkter gegenseitiger Informationsaustausch genannt. Ziel ist es, die ehrenamtliche Arbeit vor Ort zu stärken und damit eine lebendige und bürgernahe Demokratie in den Dörfern und Ortschaften des Vogtlandkreises zu erhalten.

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