
Der Greizer Künstler und Bildhauer Carl Röder (1854–1922) Carl Röder wurde am 21. Februar 1854 in Greiz geboren. Seine Eltern waren der Lein- und Zeugweber Franz Louis Röder und dessen Ehefrau Wilhelmine geb. Beck. Frühzeitig zeigte sich bei Carl Röder ein großes Zeichentalent, das seine Eltern zu schätzen wußten. Nach der Schulzeit ging er bei dem damaligen Druckereibetrieb Löffler & Co. in die Lehre. In der Fortbildungsschule erkannten seine Lehrer seine hohen künstlerischen Fähigkeiten und ebneten ihm den Weg nach Dresden zur Ausbildung in seiner Kunst.Durch eigene harte Arbeit begann nun der Weg des armen Greizer Webersohns zum angesehenen bildenden Künstler. Das war für einen mittellosen Menschen ein schwerer Kampf. Nur durch Lithographieren von Geschäfts- und Visitenkarten konnte er unter vielen Entbehrungen sein Zeichenstudium an der Dresdner Kunstakademie durchführen.Aber der Erfolg blieb nicht aus. Nach Beendigung seines Studiums wurde er Plastiker und arbeitete im Atelier des Altmeisters der damaligen Dresdner Bildhauerschule, Professor Ernst Hähnel. Bürger seiner Vaterstadt verschafften ihm Aufträge, die ihm bedeutende Erfolge einbrachten. Durch eine Greizer Geldsammlung wurde ihm im Jahre 1882 eine Studienreise nach Italien ermöglicht, wo er sich künstlerisch hervorragend weiterbildete. Nach Rückkehr in die Heimat bekam er beachtenswerte künstlerische Aufträge, die er sehr erfolgreich ausführte. Nochmals zog es ihn in die Fremde: nach Nordamerika. Jedoch konnte ihm das Dollarland künstlerisch wenig geben. Deshalb kehrte er bald wieder nach Dresden zurück, wo er weiterhin fruchtbar arbeiten konnte. Zahlreiche hervorragende Plastiken entstanden, so u.a. die in Abgüssen im Gartensaal des Greizer Sommerpalais aufgestellten Großplastiken „Adam und Eva“ und „Huckauf“.In den letzten Schaffensjahren trafen ihn durch ein Augenleiden schwere Schicksalsschläge. Am 17. Februar 1922 verstarb er als einsamer Mensch in Dresden. Mit seiner Heimatstadt Greiz war Carl Röder stets treu verbunden. In seinem Testament setzte er die Stadt Greiz zum Erben seines gesamten künstlerischen Nachlasses ein. Auf dem Neuen Friedhof von Greiz fand er seine letzte Ruhestätte.Im Jahre 1946 wurde auf Veranlassung von Universitätsprofessor Dr. Friedrich Schneider am Geburtshaus von Carl Röder in der Greizer Parkgasse eine Gedenktafel angebracht. Weitere Ehrungen erfolgten zum 100. Geburtstag am 21.Februar 1954 und zum 50. Todestag am 17.Februar 1972. Nach wie vor erinnert die Carl Röder Straße am Greizer Hainberg an den verdienten Bildhauer und Sohn der Stadt Greiz….


Grabstätte auf dem Alten Friedhof in Greiz und Skulptur „Der getreue Eckardt“ in der Greizer Goethe Schule …
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