
Sehr geehrte Damen und Herren des Kreistages Greiz,
als Bürgermeisterin bin ich ebenso bestürzt wie unsere ortsansässigen Vereine über die aktuellen Entwicklungen und Diskussionen rund um den Schulstandort. Anbei übersende ich Ihnen die Gedanken, Sorgen und Argumente derjenigen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserer Stadt und Region täglich mit großem Engagement aufrechterhalten.
Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren gehören in eine Schule vor Ort. Gerade in diesen wichtigen Lebensjahren entwickeln sie ihre soziale Bindung, ihre Identifikation mit ihrer Heimat und ihr Zugehörigkeitsgefühl zur Gemeinschaft. Die Schule ist weit mehr als ein Ort des Lernens – sie ist ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und ein wichtiger Anker für Familien.
Eine Auslagerung unserer Kinder würde nicht nur längere Wege und zusätzliche Belastungen bedeuten, sondern auch die Gefahr von weiterer Landflucht und zunehmender Entsozialisierung verstärken. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss die vorhandenen Strukturen erhalten und fördern. Dazu gehören insbesondere unsere Schulen.
Wir erwarten von der Politik Weitblick und langfristige Lösungen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger unserer Region. Entscheidungen sollten nicht allein auf kurzfristigen wirtschaftlichen Betrachtungen beruhen, sondern die nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinden und die Interessen der Wählerinnen und Wähler in den Mittelpunkt stellen.
Wir hoffen daher, dass Sie sich bei Ihren Entscheidungen für die Interessen der Menschen vor Ort einsetzen und die Bedeutung eines wohnortnahen Schulstandortes entsprechend berücksichtigen.
Denn: Ist die Schule noch so klein, ist sie doch ein Stück daheim.
Mit freundlichen Grüßen
Stefanie Soch
Bürgermeisterin Stadt Hohenleuben
Markt 5a
07958 Hohenleuben
Buergermeister@stadt-hohenleuben.de
Kommentar:

Während Landrat Ulli Schäfer (CDU) jetzt wenigstens noch so tut, als würde er was tun, ist sein Parteifreund und Thüringer Bildungsminister Christian Tischner (CDU) komplett abgetaucht. Auch der ehemalige Professor und Doktor Ministerpräsident Mario Vogt (CDU) schweigt dröhnend. Hat er keinen Zugang mehr zu KI, um einen Beitrag schreiben zu lassen?



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