Gedankenlosigkeit bei der Öffentlichkeitsarbeit – Hauptsache, das Gehalt stimmt?
(Greiz). Erinnern Sie sich noch an den massiven und lautstarken Protest des Greizer Bürgermeisters (BM) gegen die Schließung der Geburtenstation im Greizer Krankenhaus (der Landkreis wird übrigens auch CDU-regiert)? Die vielen Protestnoten an den Geschäftsführer sowie an den Landrat, an die Landesregierung, an die Interessenvertreter von Krankenhäusern? Wenigstens an die Organisation von Gegendemos? Nicht? Wir auch nicht. All das gab es nämlich seitens BM Alexander Schulze (parteilos/ CDU-Mandat) schlicht nicht.
Wie stark sich der Greizer Bürgermeister für sein Gehalt (rd. 10 T€ monatlich) interessiert zeigt die Tatsache, dass er sich pünktlich (zu den jeweils gesetzlichen Stichtagen) seine Besoldungsklasse erhöht hat. Das er nicht frauenfeindlich ist, beweist er dadurch, dass er sich in Greiz um Frauen kümmert. Nicht nur am Frauentag – das ist in Greiz witzigerweise bekannt.
Wie wenig Ahnung aber der Greizer Bürgermeister von seiner Verwaltung, von den Vorgängen in seiner Stadt und vom Greizer Nachwuchs hat, beweist diese Anzeige im aktuellen Bürgermagazin der Stadt Greiz:

Sowohl für den amtlichen wie nichtamtlichen Teil des Greizer Bürgermagazins zeichnet laut Impressum (auf Seite 31) „Bürgermeister Alexander Schulze“ verantwortlich. Wenn er also zum Babyempfang in die Vogtlandhalle einlädt, erwartet man den sprichwörtlichen „großen Bahnhof“. Wenn, tja wenn da nicht die (gleich 2-fache) Einschränkung in dieser Anzeige wäre. Nämlich das nur die Familien eingeladen sind, deren Kinder 2025 in Greiz geboren und in Greiz wohnhaft sind.

Für die wenige Hausgeburten in Greiz (Respekt an unsere Hebammen!) dürfte für den Babyempfang vermutlich das Dienstzimmer des Bürgermeisters reichen? Wenn der BM nicht einmal weiß, dass es (Dank der Politik der CDU) in unserer – nicht seiner (!) – Stadt mangels Geburtenstation nur noch wenige Hausgeburten gibt, ist das schlicht erbärmlich.
Fazit: Diese Anzeige ist genauso oberflächlich und fehlerhaft wie viele seiner Anschreiben und E-Mails, die nach außen gehen. Sofern überhaupt geantwortet wird. Es beweist, dass er sich nicht wirklich für die Probleme der Greizer interessiert. Der Greizer Bürgermeister ist mit wichtigerem beschäftigt. Was das ist, wissen offenbar oft nicht einmal die Stadträte. Woher sollen das dann die Bürger wissen?
Vielleicht regt diese Kolumne zum Nachdenken an? Wir glauben das nicht. Seit 2018 stellt Alexander Schulze seine Beratungsresistenz unter Beweis. Keine Kommunikation, keine Fehlerkultur, kein Umdenken im Umgang mit dem Stadtrat. Man darf gespannt sein, wie lange das noch gut geht.
Ihre HBV-Redaktion

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