Greiz Historie

Das war einst das Eckhaus an der Bruno Bergner Straße mit Garten zur Zentastraße, aufgenommen in den 80er Jahren. Gähnende Leere scheint aus den bleichen oder zerschlagenen Fenstern zu sprechen. Im Winter 1986/87 wurde das Gebäude (Nr. 18) abgebrochen. Obwohl die so gewonnene Freifläche damals nicht befestigt war, wurde bei jedem Wetter (und jedem Pfützen-Wasserstand) dort geparkt. Das Haus stand mehr als hundert Jahre. Lange Zeit war es als das von Gerber Fischer bekannt, der die Gerberei in diesem Hause betrieb.Eine Laienzeichnung von Ernst Oelschläger, die das Gelände in den 1870er Jahren zeigt, läßt von dem Fahrweg eine kurze Treppe zum Elsterflußbett erkennen. Weil für die Gerberei immer Wasser in ausreichendem Maße vorhanden sein mußte und es möglichst leicht zu schöpfen sein sollte, hatte der Gerber die Elster am linken Ufer ein wenig gestaut. Von da mußte das Wasser bis ins Haus getragen werden. Ältere Greizer werden das große Eckgebäude vielleicht mit der Lebensmittelgroßhandlung Leistner in Verbindung bringen oder mit dem Zeitschriftenvertrieb Max Wende. Die Firmierung von Letzterem stand an Fenstern im Parterre.Heute befindet sich der ( immer noch unbefestigte 🫣) Parkplatz der Arbeitsagentur an dieser Stelle. Links am Bildrand erkennt man auch noch das Gebäude, in dem sich der “ Holzwurm “ befindet…

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