Jaulende Sirenen und piepsende Handys sind nur ein Testlauf für Katastrophenschutz
(Berlin/Greiz). In vier Bundesländern wird heute (Donnerstag, 12.März 2026) ein Warntag durchgeführt. Wer in den Bundesländern Bayern (11.00 Uhr), Hessen (10.00 Uhr), Nordrhein- Westfalen (11.00 Uhr) oder Rheinland-Pfalz (10.00 Uhr) privat oder dienstlich unterwegs ist, sollte sich zu den genannten Zeiten über jaulende Sirenen oder piepsende Handys nicht erschrecken. Es handelt sich um einen Probealarm.
Zentrale Leitstellen lösen den Alarm über MoWas aus – auch Sirenen.
Landesweite Warntage sind die Ergänzung zum Bundeswarntag (Donnerstag, 10.09.2026). Der Probealarm wird durch die zentralen Leitstellen in den genannten Bundesländern Dabei werden die Warnungen über verschiedene Kanäle gleichzeitig ausgesendet. Damit will man maximale Reichweite erzielen. Über das Modulare Warnsystem (MoWas) ausgelöst werden in den genannten Gebieten Warn-Apps wie NINA oder KATWARN sowie regionale Angebote (z.B.hessen Warn). Via Cell Broadcast wird zeitgleich eine Meldung direkt auf das Display Ihres Mobiltelefons geschickt. Parallel dazu dazu werden installierte Sirenen einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton aussenden. Im Ernstfall würde dieses Signal „Warnung der Bevölkerung“ bedeuten.
Nach 30 bzw. 45 Minuten wird die Entwarnung erfolgen. Sirenen senden dazu einen einminütigen Dauerton aus. Erstmalig wird diesjährig auch eine Entwarnung über Cell Broadcast erfolgen. Dazu muss aber in den Smartphone-Einstellungen die „Warnstufe 3“ zugelassen sein.
Verhalten im Ernstfall (E-Fall)
Wenn der Ernst(fall) kommt, ist der Spaß vorbei. Keiner will den sog. E-Fall, aber jeder sollte – auch angesichts geopolitischer Spannungen – darauf vorbereitet sein. Schließlich üben Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr und Sanität auch regelmäßig – damit man im E-Fall weiss, was zu tun ist. Die Verhaltensregeln für die Zivilbevölkerung sind üblicherweise:
- Gebäude aufsuchen
- Aufenthalt im Freien vermeiden
- Fenster und Türen schließen
- Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten
- Informationen einholen über Radio (lokale Sender) oder Internet-Newsportale.

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