Thüringer Rechnungshof veröffentlicht Prüfungsmitteilung
(Rudolstadt). Mit einer Medienmitteilung reagiert der Thüringer Rechnungshof (TRH) in Zeiten schmaler Kassen und Sparzwängen auf die Diskussion zur Zukunft des Thüringenkollegs:

Derzeit werden die aktuellen Pläne des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Ministerium) zur Zukunft des Thüringenkollegs öffentlich diskutiert und auch im Plenum (Thüringer Landtag- Anm. d. Red.) behandelt. Aus diesem Grund hat das Kollegium des Rechnungshofs beschlossen, seine jüngste Prüfung zum Thüringenkolleg zu veröffentlichen. Bereits 2015 hinterfragte der Thüringer Rechnungshof in einer Prüfung die Notwendigkeit zum Fortbestand des Thüringenkollegs als eigene Schulart und Schule und zeigte Alternativen auf.
Damals empfahl er, zu prüfen, ob das Thüringenkolleg in ein staatliches Gymnasium oder einer
berufsbildenden Schule in Weimar personell und räumlich eingegliedert werden kann. Das Ministerium hatte am Thüringenkolleg festgehalten. Der Rechnungshof prüfte 2024 erneut die Haushalts- und Wirtschaftsführung des Thüringenkollegs. Angesichts dauerhaft niedriger Schülerzahlen, eines eingeschränkten Fächerangebots und des Fachkräftemangels fordert der Rechnungshof heute die Schließung des Thüringenkollegs.
Bereits im Schuljahr 2023/24 war das Thüringenkolleg nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Die vom Ministerium ab dem Schuljahr 2027/2028 geplante Angliederung an berufliche Gymnasien wird der Rechnungshof kritisch begleiten. Die Mitteilung über die Prüfung „Das Thüringenkolleg“ finden Sie auf der Homepage des Rechnungshofes.

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