Brand im Greizer Ortsteil Kurtschau?

Dunkle Rauchschwaden über Kurtschau künden von einem Brand (Foto: HBV/ trö)

Laut Karte und Kompass in Kurtschau

(Greiz). Samstag, 11.30 Uhr – die Sirenen heulen. Erst mal bequem auf dem Sofa einmummeln. Klar, das ist der wöchtliche Probealarm. Moment- 11.37 Uhr, wieso heulen die Sirenen erneut? Was ist da los? Ein Blick aus dem Fenster bzw. vom Balkon unseres Redakteurs gibt Antwort. Aus Schönfeld blickend sieht man im Ortsteil Kurtschau dicke schwarze, immer stärker werdende Rauchschwaden.

Umgang mit Karte und Kompass erleichtert die Orientierung

Aber wo genau? Erst einmal den Fotoapparat holen und die Lage für den Heimatbote Vogtland (HBV) fotografisch dokumentieren (siehe unten). Das Fotoobjektiv stößt dabei an seine Grenzen. Der Fernstccher zeigt dem Betrachter ein besseres Bild, aber eben keine Fotos. Orientierung? Wird mit Karte und Kompass deutlich erleichtert. Mit dem Marschkompass eines bekannten Herstellers mit S… schnell mal die Marschkompasszahl (MKZ) ermitteln. Der hat keine Gradeinteilung, sondern militärisch 64 Strich. Ja, zu DDR- Zeiten hieß das Marschrichtungszahl, aber der DDR-Kompass hatte nur 60 Strich.

Das ergibt Richtung Westen die MKZ 46. Topografische Karte im Maßstab 1:25.000 geschnappt, eingenordet (kann das heute noch jemand?) und dann die MKZ 46 übertragen. OK, Ortslage Kurtschau scheint damit gesichert. Aber wo genau? Hier hilft die Topo-Karte 1:10.000 kraft ihres Detaillierungsgrades beim Gebäudebestand deutlich weiter. Überträgt man den dort verzeichneten Gebäudebestand bei MKZ 46 mit dem Blick durch den Feldstecher, müsste der Brand in der Straße „Kornweg“ entstanden sein. Wir warten die Meldung der Greizer und Kurtschauer Feuerwehren ab, die sich gegenüber Medien mit Fotos und Berichten leider sehr zurückhaltend zeigen (um nicht abweisend zu schreiben).

Das versteht die HBV-Redaktion übrigens nicht. Denn jede öffentliche Berichterstattung (neudeutsch: Public Relation) bringt die wichtige Arbeit der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren wieder und wieder in die Wahrnehmung der Zivilbevölkerung. Erst wenn wahrgenommen wird, wie wichtig deren ehrenamtlicher Einsatz wirklich ist, erreicht man, dass Menschen vielleicht über eigenes Engagement in der Feuerwehr nachdenken, Vielleicht sollte das Fachamt Brandschutz und die Wehrleitung die bisherige Haltung überdenken. Es geht nicht um Sensationsbilder und Verstöße gegen die DSGVO. Sondern um (verbreitete) Berichterstattung- aber eben aus erster Hand.

PS:

Beim Schreiben des Artikels kommt so ein Gedanke. Könnten Kinder und Jugendliche heute eigentlich noch mit Karte und Kompass umgehen? Z.B. wenn GPS und Internet ausfallen? Ob Interesse bei dieser Zielgruppe bestehen würde, wenn unser Herausgeber/ Trägerverein (Heimatstiftung Greiz-Vogtland e.V.) Kurse zum Umgang mit Karte und Kompass anbieten würde? Klar, Mitglieder der Jugendfeuerwehren lernen das in ihrer Ausbildung. Pfadfinder übrigens auch- aber die gibt es in der Nähe nur in Sachsen (Reichenbach/V.). Rückmeldungen (pressemeldung [at] heimatbote-vogtland.de ) zu dieser Frage würden unsere Redaktion wirklich interessieren.

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