Vortrag von Friedensforscher Dr. Daniele Ganser vor 900 Besuchern in Plauen. Nur ein Medienvertreter (HBV) hatte sich akkreditieren lassen!
(Plauen/ Vogtlandkreis). Auch wenn die selbst ernannten „Qualitätsmedien“ meinen, durch Ignoranz der Vorträge von Dr. Daniele Ganser die Deutungshoheit der Meinung beherrschen zu können- die Wahrheit kann man nicht totschweigen. Am Montag (2.3.2026) zeigten in der Stadthalle Chemnitz 1.700 Besucher, dass MDR oder Freie Presse wohl nicht deren „Quelle“ zur Informationsgewinnung sind. Am Folgetag (Dienstag, 3.3.2026) bewiesen in der ebenfalls ausverkauften Festhalle Plauen 900 Menschen, dass sie „wach“ sind. So hatte es Ganser´s Pressesprecher Dirk Wächter bei der Anmoderation zum Vortrag „Die NATO- ein gefährliches Militärbündnis“ unter dem Jubel der Gäste ausgedrückt.




Unter dem Gelächter des Publikums begrüßte Wächter „natürlich auch diejenigen, die heute dienstlich hier sind.“ Gemeint waren die „Schlapphüte“ der „Dienste“, denen die Recherchen wie auch die Vorträge des Historikers Dr. Ganser schwer im Magen liegen.
Der erste von acht Themenkomplexe: „1. Was ist ein Informationskrieg?“

Die meisten dürften – neben „Geschichte schreibt immer der Sieger“ – auch dieses Zitat kennen:
„Wenn man Zeitung gelesen hat, weiß man nicht, was in der Welt wirklich passiert ist. Man weiß nur, was in der Zeitung steht.“
Inzwischen muss man wohl ergänzen:
„Worüber Zeitungen partout nicht berichten ist meistens viel brisanter als das, worüber sie lang und breit berichten.“
Das dem so ist, bewiesen die Chefredaktionen von MDR, Freie Presse und eben auch Ostthüringer Zeitung (OTZ, ein Titel der Funke-Medien-Gruppe) bei dieser Vortragsreihe eindrucksvoll. Denn kein einziger Vertreter dieser Medien hatte die Veranstaltungen in Sachsen und dem Vogtland besucht! Weder in Chemnitz noch in Plauen/Vogtland – bei jeweils ausverkauften Häusern. Unser Redakteur glaubte sich verhört zu haben, als bei den Hinweisen zu Foto- und Tonaufnahmen Dirk Wächter klarstellte, dass nur ein Medienvertreter anwesend sei. Er erwähnte den Heimatbote Vogtland (HBV) dabei ausdrücklich.
Jeder vernünftige Mensch wird sich fragen: Was ist an den fünf Regel für den Frieden so gefährlich, dass Chefredaktionen ihren Journalisten (die doch sonst jeder Story und jedem davongehoppelten Kaninchen hinterherjagen) untersagen, über die Veranstaltungen dieses international anerkannten promovierten Historikers zu berichten?

Dr. Ganser begann seinen Vortrag mit der Aussage: „Der Diskursraum verengt sich.“ und die Menschen werden auseinander dividiert. Als Beispiel nannte er Hauseigentümer, die sich nach Grenzöffnung 2015, Corona oder aktuell den Ukrainekrieg wohl nur noch das Thema „Nachbar´s Katze“ als unverfänglichen Gesprächsstoff aussuchen können. Was passiert, wenn man sich außerhalb des politisch gewünschten Diskursraumes bewegt, belegte er am Beispiel des Schweizer Oberst Jaques Baud.


Als militärischer Analytiker vertrat er zu den Ursachen des Ukraine-Krieges eine andere als die NATO-übliche „Lehrmeinung“. Seine Konten sind gesperrt, er (über-)lebt mit der Hilfe von Freunden. Weil alle 27 EU- Außenminister einstimmig für Sanktionen gegen den Schweizer Baud stimmten. Unter dem Gelächter des Publikums demonstrierte Ganser, wie man sich die oft zitierte „360°- Wende“ optisch vorstellen muss, die Baerbock öffentlich von Putin forderte.


Ganser zeigte auf, dass derartige Diffamierung des Polit- Establishments sowohl ihn (wahlweise als „Aluhutträger“, „Verschwörungstheoretiker“, „Corona-Leugner“ oder eben auch „Putin-Versteher“ verunglimpft) aber auch andere anerkannte Professorinnen und Journalistinnen träfen, wenn man nicht „mit den Wölfen heult“. „Man darf sich nicht einschüchtern lassen„, mahnte Ganser das Publikum, dass darauf mit starken Beifall reagierte.
2. Präsident Trump lässt Maduro entführen – 2026
Dr. Ganser ging im zweiten Teil darauf ein, ob es mit dem Völkerrecht und der UN-Charta vereinbar ist, militärisch in ein anderes Land einzudringen und dort den Präsidenten „zu klauen“? Die Antwort war ein klares „Nein!“ Auch den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sieht Dr. Ganser übrigens – ebenfalls unter Verweis auf die UN-Charta – als Verstoß gegen das Völkerrecht. Als Historiker bemängelt er jedoch, dass die seit 1990 schwelende „Vorgeschichte“ dazu gern „vergessen“ wird.

3. Präsident Trump droht Dänemark – 2026
Auch die Drohungen von Donald Trump bei Thema Grönland wurden von Dr. Ganser thematisiert. Klar wurde: Ein solches Vorgehen entspricht zwar einer Wildwest-Mentalität, aber nicht dem Völkerrecht.
4. NATO will Deutschland „unten halten“
Dazu passend stellte sich die Frage, wer wohl für die Sprengung von „Nord Stream II“ verantwortlich zeichnet, obgleich speziell die Aufklärungsbemühungen deutscher Behörden sehr überschaubar sind. Auch hier zeigte Dr. Ganser Folien mit Zitaten



Die „ketzerische“ Überschrift des vierten Teils stammt übrigens nicht aus dem Hirn von Dr. Ganser. Speziell Großbritannien hatte nämlich eine klare Vorstellung davon, wozu die NATO- Gründung dienen sollte:
„to keep the Soviet Union out, the Americans in and the German down (die Sowjetunion draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten)“
Die Quellen der Zitate Hastings Ismay (veröffentlicht u.a. in der NZZ) und Siegmar Gabriel lieferte Dr. Ganser mit:


Die Zahl „32“ (Anzahl NATO-Länder) wiederholte Dr. Ganser – sehr zum Schmunzeln im Publikum – wieder und wieder- als „wichtigste Lektion des Abends.“ Denn die NATO hat ihre Mitgliederzahl seit 1990 verdoppelt und ist unmittelbar an russische Grenzen herangerückt!



Als er die wichtigsten Leute aus den NATO-Staaten an der Leinwand vorstellte und er am Bild von Ursula von der Leyen angekommen war, brachte er den Saal mit einem Zitat „eines Freundes“ zu lautem Gelächter:
„Europa sollte man nicht Laien überlassen“
5. Operation Gladio – 1990
Zur Operation „Gladio (Schwert)“ in Italien sowie anderen stay behind-Organisationen (Geheimarmeen) hat Dr. Ganser seine Doktorarbeit geschrieben und mit diesem Thema als Historiker promoviert. Dieser Teil des Vortrages war besonders erschreckend. In Italien funktionierte die (Zitat Ganser) „Achtung! Brandmauer“ gegen die stärker werdende Kommunistische Partei Italiens (PCI) nicht mehr. Dann wurden Bombenanschläge verübt, die man der PCI unterschob. Anfang der 1990-er Jahre flog das auf. Parallelen zur aktuellen Zeit wären eher „zufällig“. Wenn es um die Macht geht, schreckt auch die NATO vor nichts zurück.


In seinem gesamten Vortrag zeichnete den promovierten Historiker Dr. Ganser aus, dass er in wissenschaftlicher Arbeitsweise jede Folie und (fast) jede These mit Quellenangaben belegen konnte. Wo er eigene Standpunkte oder Sichtweisen vertrat, sagte er dies dem Publikum offen. Anders als BBC am 11. September oder das ZDF, dass auch gern mal KI-generierte Videos als „Tatsachen“ verkauft.
6. NATO bombardiert Serbien – 1999
Auf die Bombardierung von Serbien mitten in Europa durch die NATO (auch durch die BRD) im Jahr 1999 ging Dr. Ganser ebenfalls ein. Dies war und ist völkerrechtswidrig. Der Befehl dazu kam aus dem Weißen Haus, die NATO-Staaten machten brav mit- auch Deutschland (damals regiert von der SPD und der „Friedenspartei“ Bündnis 90/Die Grünen). Zumindest Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe sich dafür später später entschuldigt.




7. NATO-Bündnisfall und der 11. September 2001
Der Bündnisfall wurde bisher nur einmal ausgerufen – Anlass war der 11. September 2001. Bündnisfall heißt aber nicht, dass sich jedes NATO-Mitgliedsland direkt mit in einen militärischen Konflikt stürzen muss. „Man kann auch nur einen Brief des Bedauerns schreiben“ betonte Dr. Ganser mit trockenem Humor in seinem Schweizer Dialekt, was zur Erheiterung des Publikums führte.
Neben Gladio sei der 11. September eines seiner Lieblingsthemen, gestand Ganser. Insbesondere interessiert ihn bis heute, wie das – den Twin Towers benachbarte – Gebäude World Trade Center (WTC) 7 in sich implodieren konnte, ohne je von einem Flugzeug getroffen worden zu sein. Das FBI fand des Pass eines Attentäters auf dem Gehweg. „Hat da jemand vor dem Einschlag das Fenster im Flugzeug runtergekurbelt?“ lautet die Frage von Dr. Ganser dazu. Und: Wie konnte der Fernsehsender BBC schon 20 Minuten vor dem Einsturz von WTC 7 von diesem Ereignis berichten? Fragen über Fragen….




8. Medienkompetenz und Achtsamkeit als Lösung
Beim letzten Punkt zeigte Dr. Ganser eine Folie, wo sich eine junge Lehrerin an einer – selbstredend freien – Schule getraut hatte, mit ihren Schülern im Rahmen des Lehrstoffs „Medienkompetenz“ einen seiner Vorträge aus dem Internet zu analysieren. Für die Veröffentlichung in diesem Vortrag musste die Lehrerin einen gewissen administrativen Aufwand betreiben. Die Schulleitung wurde zweifach gefragt: a) zum rechtlichen Rahmen einer Veröffentlichung und b) zur Namensnennung der Schule. Das Einverständnis aller Schüler wurde ebenso eingeholt wie eine Fotoerlaubnis durch alle Eltern. Es haben alle „Ja“ gesagt! Dr. Ganser stellte die rhetorische Frage: „Wo befindet sich diese Schule?“ und beantwortete diese unter dem Jubel des Publikums selbst: „In Sachsen!„


Dr. Ganser betonte, dass man sich bei den ganzen Schreckensnachrichten des Medienzirkus einen Ausgleich schaffen müsse. Er empfahl „die Ordnung der Natur“, d.h. den Geist neu zu justieren bei Spaziergängen, wo man sich der Schönheit unserer Erde immer wieder bewusst werden sollte. Die kann man aber nicht im Krieg, sondern nur im Frieden genießen.


Mit einem Schmunzeln gab er (Über-)Lebenstipps wie z.B.
„Die Erde bewegt sich mit 100.000 km pro Stunde um die Sonne. Denken Sie daran, wenn Sie abends mit der Bemerkung „Ich habe heute wieder nichts geschafft“ nach Hause kommen.“
Zitate wie diese waren es, die zur gelösten Stimmung im Publikum beitrugen.
Der humorvolle und sachliche Vortrag von Dr. Daniele Ganser sowie dessen sympathische und empathische Art fand beim gesamten Publikum Anklang. Sowohl in der Pause als auch nach der Veranstaltung nahm er sich für seine Gäste Zeit. Er signierte Bücher, lies Selfies zu und hatte für jeden noch die Zeit zu einem kurzen Gespräch. Da warteten die Besucher gern. Die Veranstaltung endete um 22.00 Uhr, Dr. Ganser hatte erst nach 23.00 Uhr „Feierabend“. Fazit: Es war ein gelungener und sehr interessanter Abend, der deutlich mehr Medienaufmerksamkeit verdient hätte.











Hinterlasse einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.