Vogtlandkreis entwickelt Unterbringungsstruktur für Asylsuchende weiter

Pressemeldung des Landratsamtes Vogtlandkreis

Zentrale Unterkunft in Plauen wird perspektivisch geschlossen – kleineres Transferzentrum in Reichenbach geplant 

(Plauen/Vogtlandkreis). Der Vogtlandkreis hat im Rahmen eines Pressegesprächs über die weitere Entwicklung der Unterbringung von Asylsuchenden informiert. Zentrales Element ist die konsequente Weiterentwicklung der bereits seit mehreren Jahren verfolgten Strategie, die Unterbringung möglichst dezentral zu organisieren und große Sammelunterkünfte schrittweise zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund ist vorgesehen, die derzeitige zentrale Unterkunft in der Kasernenstraße in Plauen schrittweise zu schließen. Die Umsetzung ist im ersten Halbjahr 2027 geplant.

Parallel dazu soll in Reichenbach eine deutlich kleinere Einrichtung mit klar begrenzter Funktion genutzt werden. Hierbei handelt es sich um das Objekt des CVJM, das bislang bereits als sogenanntes Standby-Objekt vorgehalten wurde und bei Bedarf zur Unterbringung genutzt werden konnte. Die Einrichtung mit maximal 54 Plätzen ist als Transferzentrum vorgesehen und dient vor allem organisatorischen Zwecken, etwa für eine kurzfristige Erstunterbringung sowie zur Bündelung verwaltungsseitiger Abläufe. Eine dauerhafte Unterbringung größerer Personenzahlen ist dort nicht vorgesehen. Zugleich ist an diesem Standort ein Sozialbüro geplant, das sowohl für Personen in zentraler als auch dezentraler Unterkunft als Anlaufstelle dienen soll.

Dezentrale Unterbringung bleibt Grundprinzip

Der Vogtlandkreis verfolgt seit mehreren Jahren das Ziel, die Unterbringung von Asylsuchenden möglichst dezentral im gesamten Landkreis zu organisieren. Dieses Modell hat sich aus Sicht der Kreisverwaltung bewährt: Belastungen einzelner Standorte werden reduziert, Integrationsprozesse können besser unterstützt und kommunale Strukturen entlastet werden. 

Bereits heute ist ein Großteil der untergebrachten Personen im Vogtlandkreis dezentral oder in kleineren Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Große Sammelunterkünfte spielen dabei nur noch eine untergeordnete Rolle.

Rückläufige Zugangszahlen ermöglichen Anpassungen

Die aktuell rückläufigen Zugangszahlen schaffen die Voraussetzung, bestehende Unterbringungsstrukturen weiter anzupassen und größere Einrichtungen schrittweise zurückzuführen. Die geplanten Veränderungen sind Teil einer längerfristigen Entwicklung und erfolgen unabhängig von kurzfristigen Schwankungen. 

Unabhängig davon werden internationale Entwicklungen fortlaufend berücksichtigt. Die Unterbringungsstruktur ist so angelegt, dass sie regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden kann.

Schrittweise Umsetzung geplant

Die Schließung der Unterkunft in der Kasernenstraße in Plauen erfolgt in einem abgestimmten und zeitlich gestaffelten Prozess. Für die dort untergebrachten Personen entstehen dadurch keine kurzfristigen oder ungeordneten Veränderungen. Ziel ist eine planbare und sozial verträgliche Umsetzung.

Der Vogtlandkreis wird den weiteren Prozess transparent begleiten und regelmäßig über den Stand der Umsetzung informieren. Weitere Informationen sind unter www.vogtlandkreis.de/asyl abrufbar.

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