
Die „Alte Wache“ (Hauptwache) in Greiz wurde im Jahr 1819 unter Fürst Heinrich XIX. Reuß älterer Linie erbaut. Das klassizistische Gebäude am Unteren Schloss diente ursprünglich als Wache für das Militär und wird heute als Trausaal genutzt.Vor ihr befindet sich der Burgplatz, auf dem sich in der Hauptsache militärisches Leben und auch geschichtliche Ereignisse abspielten . Vor ihr marschierte der Wachposten mit seinem Gewehr auf und ab. Auch standen 2 vorm Schlosseingang, um das Wachkommando durch ein weithinschallendes Rrrraus zur Begrüßung der Herrschaften oder der Offiziere herauszubrüllen. Desweiteren wurde auch, als noch das reussische Militär mit eigner Musikkapelle bestand, an den Sonntagen Mittags dort die Schlosskonzerte abgehalten, sowie die täglichen Wachtposten nach ihren verschiedenen Standorten entsendet. Bei Umzügen und sonstigen Anlässen, z.B. bei Geburtstagen der Landesherrschaft wurde dort Halt gemacht, um eine Deputation ins Schloss zur Beglückwünschung zu schicken. Hier kam auch 1866 der Einmarsch der Preussen zum Stillstand, die in das feindliche Greiz schussbereit einzogen. Nach Beendigung der Aussprache des preussischen Majors mit der Fürstin Caroline wurde das reussische Wachtkommando heimgeschickt und durch die Preussen ersetzt. Der Friede zwischen Militär und Bevölkerung war zwar bald hergestellt,aber die Friedensverhandlungen mit der Fürstin Caroline haben dieser manche schwere Stunde bereitet. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Wachtkomando eingezogen. Das Gebäude diente dann als Lagerplatz für die Burgdrogerie und wurde auch teilweise der Sanitätskolonne zur Benutzung übergeben.
( Irrt. Vorb. )
Info: Rektor Franz Leber 1935
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