Städte und Gemeinden im Vogtland nachhaltiger machen über Generationen hinweg
(Vogtland). Neben Baumspenden zur Sicherung einer nachhaltigen Forstwirtschaft (die Redaktion des HBV berichtete darüber hier) bietet unser Herausgeber, die Heimatstiftung Greiz-Vogtland e.V., zwei ähnliche Projekte. Die Bürger-Projekte (BP): „Zukunftsbaum“ und „Lebensbaum.“ Diese richten sich jedoch direkt an die Gemeinden und Städte im thüringischen und sächsischen Vogtland.
BP Zukunftsbaum: Ihre Kinder werden es Ihnen danken

Mit dem Bürgerprojekt „Zukunftsbaum“ erhalten Eltern und Großeltern (aber nicht nur die!) die Möglichkeit, anlässlich der Geburt eines Kindes einen Obstbaum zu pflanzen. Angesprochen werden sollen die Gemeinde-/ Stadtverwaltungen im nordöstlichen Vogtland, namentlich also der Städte Greiz, Elsterberg, Mylau, Netzschkau und Reichenbach/V. Aber ebenso denkbar ist die Unterstützung dieses Projektes in Auerbach, Lengefeld oder Rodewisch mit ihren Umlandgemeinden.
Bei Mädchen ist dies traditionell ein Birnenbaum, bei Jungen ein Apfelbaum. Gemeinden könnten damit auf Brachflächen die fast verschwundenen Streuobstwiesen wiederbeleben. Dies ist ein aktiver Beitrag für Umweltschutz und Artenvielfalt. Am wichtigsten aber: Diese Baumspende schafft Identität mit der Region des Vogtlandes. Denn es ist und bleibt ein dauerhafter Bezugspunkt für die ganze Familie!
BP Lebensbaum ist die Abwandlung für Hochzeiten und Ehejubiläen

Für Erwachsene gibt es eine Abwandlung: das Projekt „Lebensbaum.“ Anlässlich von Hochzeiten oder Ehejubiläen (z.B. silberne oder goldene Hochzeit) können Eheleute sowohl Laubbäume als auch Obstbäume wie Kirschen, Maulbeere u.v.m. pflanzen. Auch diese Bäume können später noch von Kindern und Enkeln besucht werden.
In Krisenzeiten weiter denken: Streuobstwiesen bieten Obst und Vitamine für Städter
Angesichts sich manifestierender Krisen und Kriege soll auch ein positiver Nebeneffekt nicht unerwähnt blieben: der Aspekt der Selbstversorgung der Bevölkerung. Früher gab es in fast jeder Gemeinde sogenannte „Streuobstwiesen“ , auf denen – neben straßenbegleitender Bepflanzung – Obst angebaut wurde. Diese wurden durch zunehmende Bebauung nahezu verdrängt. Vielleicht ist es an der Zeit, hier wieder umzudenken?
Dazu gibt es historische Beispiele. Denn was viele nicht wissen: 1940 gab es in der Schweiz den „Plan Wahlen“ , zu dem es bei YouTube ein sehr gutes Video gibt. Der Bundesrat Friedrich Traugott Wahlen legte damit ein Programm zur Förderung des innerschweizerischen Lebensmittelanbaus auf. Es wurde auch als „Anbauschlacht“ oder „Anbauwerk“ bezeichnet, dass die Selbstversorgung der schweizer Bevölkerung sichern sollte. Dieser Plan sicherte ab, dass die Schweizer Bevölkerung deutlich weniger Hunger litt als z.B. die deutsche Bevölkerung. Dort hatte sich alles der Kriegswirtschaft unterzuordnen.

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