Zur Zukunft der Straßenbahn Spitzentreffen in Plauen

Pressemeldung des Landratsamtes Vogtlandkreis

(Plauen/Vogtlandkreis). Der Landrat des Vogtlandkreises (LR), Thomas Hennig, und der Plauener Oberbürgermeister (OB) Steffen Zenner haben sich heute zu einem Auftaktgespräch über die Perspektiven der Plauener Straßenbahn ausgetauscht. An dem knapp zweistündigen Treffen nahmen zudem Vertreter des Vogtländischen Verkehrsverbundes (VVV) sowie der Plauener Straßenbahn GmbH teil.

Ziel des Austauschs war es, auf Grundlage des 2023 durch den VVV in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachtens erste gemeinsame Schritte zur Entwicklung eines tragfähigen Betriebsmodells zu beraten. Um alle Optionen sorgfältig und fachlich fundiert bewerten zu können, vereinbarten Hennig und Zenner die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Stadt, Landkreis und Verkehrsverbund. Diese soll die verschiedenen Szenarien des öffentlichen Personennahverkehrs sowohl für die Stadt Plauen als auch für den gesamten Vogtlandkreis vertieft untersuchen. 

Erste Zwischenergebnisse werden in einem weiteren Treffen Anfang des kommenden Jahres ausgewertet. Bis März 2026 soll dann ein Vorschlag erarbeitet werden, der anschließend im Kreistag sowie im Plauener Stadtrat beraten wird. Seitens der Gesprächspartner gab es folgende offizielle Statements:

Landrat Thomas Hennig:

Ich danke allen Beteiligten für das konstruktive Gespräch. Die Positionen sind bekannt, doch heute ist deutlich geworden, dass allen bewusst ist, dass eine Lösung nur gemeinsam gefunden werden kann. Die heute vorgestellten ersten Überlegungen bieten eine gute Ausgangslage und fließen nun in die Arbeit der gemeinsamen Arbeitsgruppe ein. Unser Ziel ist es, auf dieser Basis Schritt für Schritt eine tragfähige Lösung zu entwickeln, die sowohl für die Stadt Plauen als auch für den gesamten Vogtlandkreis verantwortbar ist.“

Oberbürgermeister Steffen Zenner:

Das heutige Gespräch hat deutlich gemacht, dass alle Beteiligten bereit sind, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und die nächsten Schritte konstruktiv anzugehen. Für die Stadt Plauen war es wichtig, erste eigene Gedanken zur Weiterentwicklung des Straßenbahnbetriebs einzubringen – und ich begrüße sehr, dass diese nun in den weiteren Prozess einfließen. Die nun beginnende fachliche Arbeit eröffnet die Möglichkeit, ein tragfähiges Zukunftsmodell zu entwickeln, das den besonderen Anforderungen der Stadt gerecht wird und zugleich den Rahmenbedingungen des Vogtlandkreises entspricht.

Hintergrund:

Die Plauener Straßenbahn verfügt über ein rund 16 Kilometer umfassendes Liniennetz und ist seit 1893 Teil des städtischen Verkehrs. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit der Stadt Plauen zum 1. Januar 2009 wurde die Zuständigkeit für den öffentlichen Nahverkehr neu geordnet. Die Stadt betreibt die Straßenbahn seitdem über die eigene Straßenbahngesellschaft und erhält zur Sicherung des Betriebs jährliche Finanzausgleichszahlungen des Vogtlandkreises in Höhe von derzeit 1,32 Millionen Euro. 

Aufgrund gestiegener Personal- und Infrastrukturkosten gerät die Straßenbahngesellschaft zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Der Kreistag des Vogtlandkreises hat deshalb beschlossen, dass Landkreis und Stadt gemeinsam bis März 2026 ein zukunftsfähiges Modell für den Straßenbahnbetrieb erarbeiten sollen.

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