(Greiz). Zu jüngsten Entscheidungen des Stadtrates hinsichtlich sogenannter über- oder außerplanmäßiger Ausgaben (u.a. bei Kindergärten) erreichte uns folgender Leserbrief unseres Lesers Olaf Ebert:
Hallo Heimatbote,
mit Spannung habe ich in den letzten Tagen die öffentlichen Diskussionen zu den Geldvergabe – Projekten der Stadt Greiz gelesen.
Besonders ist mir die Problematik des Kindergartens in Reinsdorf aufgefallen. Wenn ich mich recht erinnere, gab es bereits zu den rückläufigen Zahlen der Kindergärten, den Entwicklungen bei Beitragserhöhungen, weiteres Beitragsjahr usw. , neuer Betreuungsschlüssel – überall Diskussionen.
In der Diskusssion wurde auch auf den Kindergarten im Ortsteil Reinsdorf eingegangen, bei welchem es seit längerem schon einen massiven „Dachschaden“ geben soll. Nun frage ich mich, was das denn Dringenderes geben kann als ein dichtes Dach auf einer Kindertagesstätte? Wenn man als Elternteil sowas hinterfragt, kommt man doch unweigerlich zu dem Schluss, dass hier der einfachste Weg einer Problemlösung genommen wird.
Der Bürgermeister und Stadtrat weiß um das Problem, dass es zuviele Kindergärtnerinnen für zu wenig Kinder gibt und das nicht ausgelastete Einrichtungen irgendwann geschlossen werden müssen. Da man aber nicht unbedingt die unlukrativen Kindergärten schließen möchte, geht man den billigsten Weg ! Man nimmt Kita bei denen ein entsprechend hoher Reparaturstau und Sanierungsbedarf vorherrscht und schaut, ob man diese Einrichtung nicht einfach schließt. Dann müssen die Eltern die nächstgelegene Kita mit ihren Kindern füllen und über Altersabgänge werden Einsparungen beim Personal vorgenommen. Bei den anderen Kindergärten werden die „überschüssigen“ Kindergärtnerinnen einfach eingegliedert und damit sich das in den Personalkosten gut macht, werden die Dienststunden weiter abgesenkt, damit weniger Lohn gezahlt.
Ich als Vater eines Kindergartenkindes würde dem Bürgermeister und Stadtrat „Moses lehren“, sich auf so perfide Art und Weise aus der Verantwortung zu stehlen.
Olaf H.Ebert
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